87 fach glaubt, eine Geburt der Revolutionzeit. Ludwig XV. und XVI. hatten bereits reichlich mit diesen Anweisungen aus die Staatsgüter gearbeitet. Gab es nun für Konvent und Wohlfahrtausschuß etwas Näherliegendes, als die Summe der Assignaten zu vermehren, da doch auch die Zahl der Nationalgüter sich durch die Konfiskationen erheblich vermehrt hatte? Der Erfolg dieser Wirtschaft ist bekannt: Das Geld wurde entwertet, die Lebensmittelpreise stiegen ungeheuerlich, der Staatsbankerott war unvermeidlich. Als das Etatgesetz vom 30. Sep tember 1797 ein Defizit von 172 Millionen Frcs. aufwies, mußte man den Staatsgläubigern den Vertrag brechen. Nicht aus bösem Willen, aus antikapitalistischen Gelüsten, sondern weil man nicht anders konnte, weil man noch nicht die Möglichkeit besaß, eine moderneSteuerversassung auf die alte Wirtschaftorganisation aufzupfropfen. Man kündigte zwei Drittel der im „Großen Buch" eingetrageneil Staatsschulden. Diese zwei Dritteile sollten deil Gläubigern mit dem zwanzigfachen Betrag der Rente in — ganz wertlosen — Bons, die beim Ankauf von Nationalgütern in Zahlung genommen wurden, zurückgezählt werden. Wieder wirkt es wie eine Ironie der Geschichte: Der aus Jakobinern be- ^ stehende Wohlfahrtausschuß konsolidiert und bouke»wtt°als schützt die Staatsschuld. Das Direktorium, die Vorstufe jeder Vorstufe der neuen Ordnung, verkündet den »euen Staatsbankrott. Ordnung Die Geschichte der französischen Revolution zeigt den Weg, den die russische Dunra gehen muß. Auch sie wird zunächst Anstrengungen zur Sanierung der alten Finanzmißwirtschaft machen. Aber auch ihr guter Wille wird an der finanziellen Unmöglichkeit scheitern. Voll hent auf morgen ist kein neues Steuersystem zll schaffen. Ihr bleiben Zivangsanleihen ulld Notenpreffe. Die Verschlechterung der Valuta, die unvermeidlich ist, hat aber in Rußland noch eine ganz besondere Bedeutung. Das revolutionäre Frankreich hatte immerhin doch