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grösster  Bedeutung.  Die  Entstehungsgeschichte  Ragusas  ist
derselben  Kategorie  wie  diejenige  Venedigs;  ihre  Begründer
waren  die  Bewohner  der  römischen  Stadt  Epidanrum,  welche
zu  Anfang  des  Mittelalters  von  den  auf  die  Balkanhalbinsel
einbrechenden  Slaven  zerstört  wurde.  Die  Stelle,  wo  die
neue  Stadt  gegründet  wurde,  war  eine  felsige  Halbinsel  und
beschränkte  sich  ihr  Territorium  auf  eine  Reihe  kleiner  umliegender ­
  Inseln,  während  das  an  die  Stadt  sich  anschliessende
Festland  unter  Herrschaft  serbischer  Fürsten  stand.  Für
diese,  von  Ragusanern  zum  Weinbau  benutzten  Gebiete  entrichtete ­
  nun  die  Handelsrepublik  jenen  Jahreszins  von  36  Nomismen, ­
  das  sogenannte  magarisium  (serbisch  mogoris).  Inwieweit ­
  aber  das  Geld  im  regelmässigen  Handelsverkehr  von
den  Serben  in  dieser  Periode  gebraucht  wurde,  ist  so  viel
gewiss,  dass  das  Geld  zu  dieser  Zeit  noch  sehr  selten  war.
Auch  in  der  folgenden  Periode  der  politischen  Selbständigkeit,
als  die  serbischen  Könige  ihre  eigenen  Münzen  prägten,
werden  Momente  nachzuweisen  sein,  welche  erkennen  lassen,
dass  Serbien,  obgleich  zur  Geldwirtschaft  übergegangen,  in
seinem  Wirtschaftsleben  noch  immer  Züge  der  Naturalwirtschaft
und  des  alten  Tauchhandels  bewahrt  hat,  Es  folgt  dies  daraus,
dass  die  Serben  überwiegend  ein  ackerbautreibendes  Volk  gewesen ­
  sind,  andererseits  aber  infolge  ihrer  geographischen
Lage,  indem  sie  gegenüber  der  venetianischen  Handelspolitik
an  der  adriatischen  Küste  nicht  festen  Fuss  fassen  konnten,
von  dem  Welthandel  abgeschnitten  waren,  an  diesem  keinen
unmittelbaren  Anteil  genommen  haben  und  sich  niemals
zu  einem  ausgesprochen  handeltreibenden  Volke  emporschwingen
  konnten.
Das  Verdienst,  den  grössten  Teil  der  serbischen  Länder,
welche  in  mehrere  selbständige  Fürstentümer  getrennt  waren,
gegen  Ende  des  XII.  Jahrhunderts  unter  einem  Szepter  vereinigt ­
  und  damit  dem  serbischen  nationalen  Staatswesen  den
Grund  gelegt  zu  haben,  gebührt  Stephan  Nemanja,  dessen
Nachfolger,  die  Nemanjiden,  zwei  Jahrhunderte  hindurch  über
das  errichtete  Reich  herrschten  und  im  XIV.  Jahrhundert
dasselbe  auf  den  Höhepunkt  seiner  Macht  brachten.  Der