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durch  seine  Münzreform  der  bisherigen  Verwirrung  im  Münzwesen ­
  ein  .Ende  machen  wollte.  Es  sollten  von  nun  an  aus
einem  Pfund  Gold  72  Solidi  geprägt  werden,  welche  4.53—4.55
Gramm  wogen,  wonach  das  römische  Gewichtspfund  ungefähr
zu  326—327  Gramm  zu  rechnen  ist.  Es  wurden  auch  Multipla
des  Solidus  geschlagen,  wichtiger  sind  aber  seine  Teilmünzen,
u.  z.  der  Halbsolidus,  der  sogenannte  Semissis  zu  2.27  Gramm
und  der  Triens  oder  Tremissis  zu  1.52  Gramm.  Diese  Währung
hat  nun  bis  zum  Untergang  des  byzantinischen  Reiches  unverändert ­
  bestanden. 1 )  Was  die  Silbermünzen  anbelangt,  so  ist
das  Normalgewicht  derselben  wegen  der  schlechten  Prägung
nicht  mit  Sicherheit  zu  bestimmen,  sowie  überhaupt  in  der
Silberprägung  jene  Beständigkeit  nicht  wahrzunehmen  ist,  wie
bei  den  Goldmünzen.  Wie  den  Solidus,  scheint  Konstantin
auch  die  Silbermünze  als  1 / 1 „  eines  Pfundes,  somit  4.55  Gramm
schwer,  zuerst  geprägt  zu  haben.  Dieses  Silberstück  galt
gleich  1 / 1000  des  Goldpfuudes  und  erhielt  daher  den  Namen
Miliarense,  kam  aber  erst  im  VII.  Jahrhundert  unter  Heraclius
für  die  Geldverhältnisse  in  Betracht,  da  es  bis  zu  dieser  Zeit
nur  selten  geprägt  wurde.  Dagegen  war  die  gewöhnliche
Silbermünze  in  der  Periode  von  Konstantin  bis  Heraclius  ein
kleineres  Nominal  von  ungefähr  1 j Ui  Pfund  =  2.27  Gramm,
die  siliqua,  deren  24  auf  einen  Solidus  gerechnet  wurden.
Seit  Heraclius  schlug  man  aus  einem  Pfund  Silber  48  sogenannte ­
  Miliaresien  4  6.82  Gramm  oder  zweimal  so  viel,  also
96  Silberstücke  4  3.36  Gramm,  welche  Kerations  (xe.oaxiov)
benannt  wurden  und  wie  die  Siliqueen  den  Wert  von  1 /« i  des
Solidus  hatten *  2 ),  während  die  Miliaresien  zu  1 / ]2  des  Solidus
gerechnet  wurden.  Nach  Sabatier,  welcher  die  Wertberechnung
des  Solidus  seit  Konstantin  in  3  Perioden  einteilt,  hatte  der
Goldsolidus  zuletzt,  d.  h.  vom  IX.  Jahrhundert  bis  zum  Ealle

')  Mommsen.  Geschichte  des  römischen  Münzwesens,  1860.  S.  775
bis  782.
2 )  Nach  Ridgeway  (The  origin  of  metallic  currency  and  weights
Standards.  Cambridge  1892.  S.  181)  sind  die  siliqua  und  das  ztp«  tiov
(wovon  auch  das  Wort  Karat)  identisch  und  auf  den  Kern  des  Johannisbrotbaumes ­
  (ceratonia  siliqua)  zurückzuführen.