19

2*

.Konstantinopels  den  "Wert  von  12  Miliaresien
,,  24  Kerations
„  144  Follaren
oder  „  288  Obolen.
Es  kommen,  nun  in  den  Urkunden  und  Schriften  des  XIII.
und  XIV.  Jahrhunderts  zunächst  zwei  Benennungen  vor,  welche
sich  auf  das  serbische  Geld  beziehen:  der  Dinar  und  der
Perper,  jener  eine  wirklich  geschlagene,  dieser  bloss  eine
Rechenmünze.  Der  Dinar  führt  seinen  Namen  vom  lateinischen
•denarius,  einer  der  ältesten  römischen  Münzen,  welche  wenigstens ­
  dem  Namen  nach  sich  unter  andere  Völker  verbreitet
hat,  so  auch  nach  Venedig,  von  wo  er  wahrscheinlich  auf  die
Serben  übergegangen  ist.  Der  Dinar,  in  Venedig  Grossus  ge-  '
nannt  und  mit  diesem  identisch,  war  die  gewöhnliche  Silbermünze, ­
  welche  in  Serbien,  Bosnien  und  in  den  dalmatinischen
Küstenstädten  kursierte  und  den  Verkehr  dieser  Länder  vermittelte. ­
  In  lateinischen  Urkunden  werden  diese  Dinare  als
grossi  oder  grossi  denarii  bezeichnet  und  es  erscheinen  daselbst ­
  an  Münzsorten  neben  den  grossi  von  ßagusa  und  Venedig
noch  die  grossi  bossinenses  (von  bosnischen  Banen  geprägte),
grossi  de  Cattaro  (der  an  der  Küste  gelegenen  serbischen
Reichsstadt),  grossi  de  Sclavonia  oder  de  Rassa  (d.  h.  Rascien,
serbisch  Raska,  welches  Gebiet  den  Mittelpunkt  des  Nemanjidenstaates
  bildete),  grossi  de  Brescoa  (serbisch:  Brskovo,  einer
berühmten  serbischen  Handelsstadt),  sodann  von  verschiedenen
serbischen  Bergwerken,  wie  die  grossi  de  Rudnicho  (Rudnik),
grossi  de  Nouomonte  (Novo  Brdo)  usw. 1 )
Der  Perper,  serbisch  perpera,  vom  griechischen  vjisquvoov,
welches  ursprünglich  ein  byzantinisches  Goldstück  gewesen  sein
soll,  war  dagegen  nur  eine  Rechenmünze.  Alle  finanziellen  und
Handelsgeschäfte,  deren  in  den  erhaltenen  Akten  Erwähnung  getan ­
  wird,  werden  im  XIII.  und  XIV.  Jahrhundert  in  Serbien  nach
Perperu  berechnet;  laut  dem  erwähnten  Vertrage  zwischen  dem
Könige  Vladislav  und  der  ragusanischen  Republik  aus  dem  Anfänge ­
  des  XIII.  Jahrhunderts  zahlte  letztere  für  die  Begünstigung

')  Jirecek.  Die  Bedeutung  von  Ragusa.  S.  65—66.