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ihres  Handels  im  Gebiete  der  Serben  ausser  50  Ellen  Scharlachstoff ­
  noch  1000  Perper  Jahrestribut.  Auch  im  XIV.  Jahrhundert ­
  waren  im  Gesetzbuche  des  Zaren  Duschan  die  an  die
Staatskasse  zu  leistenden  Beträge  in  Perpern  festgesetzt.  Her
Perper  war  also  im  XIII.  und  XIV.  Jahrhundert,  als  alle
Werte  in  Serbien  nach  ihm  berechnet  wurden,  kein  gemünztes
Geldstück,  sondern  bloss  ein  Wertbegriff,  wodurch  der  Wert
von  12  Silberdinaren  zum  Ausdruck  gebracht  werden  sollte.
Unter  einem  Perper  waren  also  stets  12  aus  Silber  geprägte
Hinarstücke  zu  verstehen.  So  bedeutete  das  schon  erwähnte
magarisium,  welches  nachher  auf  60  Perper  festgesetzt  wurde,
den  Betrag  von  720  Dinarstücken;  ebenso  war  auch  jede  auf
Perper  lautende  Summe  als  der  mit  12  multiplizierte  Betrag
von  Dinaren  zu  lesen.  Da  nun  der  Perper,  welcher  bloss
Rechenmünze  gewesen  ist,  nur  den  Wert  der  Zahlungen  andeutete, ­
  musste  noch  —  da  die  Dinare  nach  ihren  Prägestätten ­
  unterschieden  wurden  —  die  Münzsorte  bezeichnet
werden,  in  welcher  die  Zahlung  zu  leisten  war.  So  wird  der
Jahrestribut  der  Republik  Ragusa  an  die  serbischen  Könige
in  den  Archivbüchern  bezeichnet  als  auf  den  Betrag  von
„2000  Perpern  in  Dinaren  von  Ragusa“  lautend;  an
anderer  Stelle  werden  ,.  Perper  in  Dinaren  von  Cattaro  “
erwähnt.  Wie  die  Silbermünzen  verschiedener  Prägestätten,
und  auch  derselben  Prägestätte,  wenn  die  Stücke  von  verschiedener ­
  Güte  waren,  ebenfalls  nach  Perpern  gerechnet  wurden,
zeigen  noch  folgende  Beispiele:  „sie  zahlten  in  Gold-Dukaten
700  und  in  guten  Ragusaner  Dinaren  1731  Perper  und  in
schlechten  Ragusaner  Dinaren  22  Perper,“  und:  „in  Dinaren
von  Cattaro  89  Perper  und  in  Mezaninen  6  Perper.“ ] )
Der  Perper  war,  so  wird  wenigstens  vom  vtieqjivqov  allgemein ­
  behauptet,  ein  byzantinisches  Goldstück,  aber  von  den
in  byzantinischen  Münzkabinetten  vorhandenen  Münzen  kann
von  keiner  festgestellt  werden,  dass  sie  der  Perper  gewesen
sei.  Die  zutreffendste  Behauptung  scheint  diejenige  zu  sein,

0  MijatoviC,  Financije  srp.  Kraljevstva  (Die  Finanzen  des  serbischen
Königtums),  Glasnik  XXXVII.  S.  200.