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nach  welcher  der  Perper  mit  der  byzantinischen  Semisse  identisch
gewesen  sein  soll,  da  nämlich  im  XIII.  Jahrhundert  auf
1  Dukaten  2  Semissen,  sowie  auch  2  Perper  gerechnet  wurden. 1 )
Den  Dukaten  rechnete  man  aber  im  XIII.  Jahrhundert  nur
zu  18  grossi  =  D/g  Perper,  erst  im  XIY.  Jahrhundert,  als
die  Dinare  schlechter  ausgeprägt  wurden,  rechnete  man  deren
24,  also  2  Perper  auf  einen  Dukaten. *  2 )  Die  Kursverhältnisse
im  Mittelalter  standen  überhaupt  unter  dem  Zeichen  starker
Schwankungen,  andrerseits  sind  die  Nachrichten  über  dieselben
nicht  nur  spärlich,  sondern  zum  Teil  auch  sich  widersprechend,
so  dass  die  den  Namen  Perper  tragende  Münze  kaum  sicher
wird  festgestellt  werden  können,  Fasst  man  aber,  den  Blick
auf  die  Geschichte  gerichtet,  die  allgemeinen  ökonomischen
Verhältnisse  Serbiens  und  den  mächtigen  Einfluss  Byzanz’  zu
jener  Zeit  ins  Auge,  so  ist  man  in  der  Lage,  die  Indentität
des  Perpers  mit  der  Semisse  als  glaubwürdig  nachzuweisen.
Während  nämlich  der  Solidus  in  der  Hauptsache  bei  den
grossen  Umsätzen  des  internationalen  Handels  gebraucht  wurde,
prägte  man  unter  Konstantin  dem  Grossen  —  wie  erwähnt  —
noch  die  Semisse  und  den  Triens,  d.  h.  den  1 / 2 -  und  i/g-Solidus,
namentlich  zu  dem  Zwecke,  um  auch  die  Zahlungen  des
kleineren  inneren  Verkehrs  in  Gold  möglich  zu  machen.  Wie
nun  im  grossen  Welthandel  der  Solidus,  so  scheint  im  inneren
Verkehr  des  byzantinischen  Reiches  namentlich  der  Triens 3 ),
aber  auch  die  Simesse  und  zwar  unter  dem  populären  Namen
vjieqtivqov  die  Münze  gewesen  zu  sein,  nach  welcher  sämtliche
Werte  berechnet  wurden. 4 )  Auch  in  Ragusa,  das  bis  zum  Jahre
1205  unter  byzantinischer  Herrschaft  gestanden  hat,  rechnete  man
nach  Perpern,  sowie  auch  in  anderen  Ländern  und  Städten,  welche
einst  unter  griechischem  Einflüsse  gewesen  sind.  Da  nun  die  im
Volke  wahrscheinlich  unter  dem  Namen  vjieqtivqov  bekannte

*)  Mijatovie,  Financije  srp.  Kraljevstve  (Die  Finanzen  des  serbischen
Königtums),  Glasnik  XXXVII.  S.  203.
2 )  Jirecek.  Die  Bedeutung  von  Bagusa.  S.  65.
“)  Mommsen.  Geschichte  des  römischen  Münzwesens.  S.  776  ff.
J )  Mijatovie,  financije,  Glasnik  XXXVII.  S.  20J,