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l )  Ljubie,  Opis

S.  14.

Anfang  des  XIII.  Jahrhunderts  verbreitete  sich  der  den  byzantinischen ­
  Münzen  nachgeprägte  venetianische  Gfrossus  mit
dem  Aufblühen  und  der  Machtentfaitung  Venedigs,  zunächst
in  den  dalmatinischen  Küstenstädten,  wo  die  Venetianer  die
Waren  der  serbischen  Kaufleute  in  Empfang  nahmen  und  mit
ihren  Grossi  bezahlten,  die  dann  von  hier  aus  in  die  serbischen
Gebiete  gebracht  wurden.  Während  z.  B.  Bulgarien  ausschliesslich ­
  vom  Osten  beeinflusst  wurde  und  seine  Münze  rein  byzantinischen ­
  Charakter  trägt 1 ),  hat  Serbien  infolge  seiner  geographischen ­
  Lage  teilweise  auch  unter  dem  Einflüsse  westlicher
Kultur  gestanden,  und  es  werden  besonders  in  seinem  Geldwesen ­
  venetianische  Einwirkungen  nachzuweisen  sein.
Uber  den  Münzfuss,  nach  welchem  die  Dinare  geprägt
wurden,  ist  man  zu  einem  abgeschlossenen  Urteil  nicht  gekommen. ­
  Wie  in  allen  Staaten  des  Mittelalters  die  Münzprägung ­
  nach  römischer  Art  auf  dem  Pfunde  (htQa,  libra)  gegründet ­
  war,  muss  es  zweifellos  auch  in  Serbien  gewesen  sein.
Sicher  ist,  dass  im  gewöhnlichen  serbischen  Handelsverkehr,
so  auch  im  Handel  mit  edlen  Metallen,  das  Pfund  gebraucht
wurde,  welches  12  Unzen  hatte,  jede  Unze  zu  24  Axagen,
ähnlich  wie  die  byzantinische  Ltqu  in  12  Unzen  ä  24  Skrupulen
eingeteilt  war.  Wie  schwer  aber  das  serbische  Pfund  gewesen
und  in  welchem  Verhältnis  es  zur  byzantinischen  Itroa,  welche
bekanntlich  326—327  Gramm  wog,  gestanden  hat,  das  ist  aus
den  Urkunden  nicht  festzustellen,  da  sie  darüber  nichts  berichten. ­
  An  einer  Stelle  wird  aber  erwähnt,  dass  zu  Anfang
des  XIII.  Jahrhunderts  aus  einem  Pfund  12  Perper  geprägt
wurden.  Da  der  Perper  stets  zu  12  Dinaren  gerechnet  wurde,
prägte  man  also  damals  aus  1  Pfund  Silber  144  Diuarstücke.
Die  ältesten  serbischen  Dinare  haben  nun  im  Durchschnitte
ein  Gewicht  von  ungefähr  2  Gramm,  so  dass  das  Pfund,  welches
der  serbischen  Prägung  zu  Grunde  gelegt  ist,  288  Gramm
schwer  gewesen  sein  dürfte.  Da  dasselbe  in  288  Axagen  eingeteilt ­
  war,  so  waren  die  Axagen  dem  Gewichte  nach  ungefähr
dasselbe,  was  heute  die  Gramme  sind.  Auch  über  das  Münz ­