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0  Ljubie  Opis  S.  XY.  u.  XVI.

grösserte.  Dies  ist  aus  dem  Preise  des  Silbers  zu  erklären,
welches  vom  XIII.  Jahrhundert  an  bis  Ende  des  XV.  Jahrhunderts, ­
  also  bis  zur  Entdeckung  Amerikas,  immer  teurer
wurde.  Die  namhaften  Werte  der  aus  Ostindien  bezogenen
Waren  konnten  nämlich  mit  Erzeugnissen  der  noch  unentwickelten ­
  Industrie  des  Westens  nicht  ausgeglichen  werden
und  wurde  der  Rest  der  Verbindlichkeiten  mit  Silber  bezahlt,
welches  zu  diesem  Zwecke  in  grossen  Mengen  nach  Asien
verschifft  wurde.  Da  der  dadurch  sich  stets  vermindernde
Silbervorrat  in  Europa  nicht  ersetzt  werden  konnte,  wurde
das  Silber  immer  teurer.  Diese  steigende  Tendenz  des  Silberpreises ­
  in  der  Zeit  vom  XIII.  bis  zum  XV.  Jahrhundert
findet  ihren  deutlichen  Ausdruck  in  der  Ausprägung  der  Silbermünzen ­
  während  dieser  Periode;  dieselben  wurden  immer
schlechter  geprägt.  Dies  ist  ersichtlich  aus  einer  Tabelle,
welche  auf  Grund  von  Beschlüssen  des  Rates  von  Ragusa
zusammengestellt  ist. 1 )  Danach  wurden  im  Jahre  1337  aus
1  Pfund  Silber  14  Perper,  d.  li.  168  Groschen  geschlagen,  von
denen  jeder  1.71  Gramm  wiegen  musste;  im  Jahre  1356  wurden
aus  1  Pfund  bereits  16  Perper  und  4  Groschen  =  196  Groschen
geprägt  mit  einem  Gewicht  von  je  1.46  Gramm.  Weiter
prägte  man:

im  Jahre  1370

aus  1  Pfund  Silber  18  Perper

=  216  Groschen  il

1,33

gr

11  11

1372-—77

  „  1

11

11

19

&gt;5

=  228

11

11

1,26

11

n  :i

1383

»  1

5)

i?

20

n

240

11

ii

1,19

11

11  11

1425

»  1

11

11

21

V

=  252

1)

n

1,14

11

ii  11

1434--38

  „  1

11

ii

22

11

=  264

11

&gt;5

1,09

11

11  11

1452

»  1

5?

11

22

„  u.4gr  270

11

n

1,05

11

Wenn  auch  über  serbische  Münzprägungen  eine  ähnliche
Tabelle  aus  den  Urkunden  sich  nicht  zusammenstellen  lässt,
kann  man  doch  behaupten,  dass  auch  die  Münzprägung  in
Serbien  denselben  Weg  gegangen  ist.  Dies  wird  auch  bestätigt
durch  die  Ergebnisse,  die  man  gewonnen  hat,  indem  man  das
Gewicht  von  Dinaren  aus  verschiedenen  Zeitperioden  festgestellt ­
  hat.  So  zeigen  4  Silbermünzen  aus  der  ersten  Hälfte  des
XIII.  Jahrhunderts  ein  Durchschnittsgewicht  von  2.00  Gramm,