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unter  den  Türken  gestaltet  haben  muss.  Infolge  der  grausamen ­
  Ausbeutungen  und  der  grössten  Gefahr,  welche  stets
das  Lehen  und  Gut  der  Serben  bedrohte,  konnte  bei  diesen
kein  grösseres  Vermögen  entstehen,  während  die  Türken  das
ihrige  nur  zu  unproduktiven  Zwecken  zu  verbrauchen  pflegten.
Die  ganze  produktive  Tätigkeit  der  Serben  auf  wirtschaftlichem ­
  Gebiete  wurde  darauf  verwendet,  um  die  Steuerforderungen ­
  der  Türken  zu  befriedigen  und  sich  dadurch  ihren
weiteren  Verfolgungen  zu  entziehen.  Die  Bedingungen  in
Serbien  während  der  Türkenherrschaft  waren  also  derartige,
dass  in  wirtschaftlicher  Hinsicht  keine  Entwickelung  und  kein
Fortschritt  möglich  waren,  sondern  das  Volk  in  der  Verarmung ­
  immer  tiefer  fiel  und  kaum  mehr  'im  stände  war,  die
Mittel  für  seinen  Lebensunterhalt  zu  besorgen.  Unter  solchen
Umständen  konnte  natürlich  auch  kein  umfangreicher  Handelsverkehr ­
  entstehen,  in  welchem  das  Geld  seine  wirtschaftlichen
Funktionen  auszuüben  gehabt  und  eine  grössere  Bedeutung
hätte  erlangen  können.
Der  Asper,  welcher  mit  der  Eroberung  Serbiens  durch
die  Türken  auch  bei  den  Serben  in  Gebrauch  kam,  war  die
einzige  Silbermünze,  welche  von  den  Türken  geschlagen  und
nach  welcher  im  alltäglichen  Verkehr  allgemein  gerechnet  wurde.
Auch  die  Steuern  und  Abgaben,  welche  in  Geld  entrichtet
werden  sollten,  waren  in  Aspern  festgesetzt.  So  war  der  Haradsch
zunächst  auf  30  Asper  oder  1  Gold-Dukaten  bestimmt,  welche
die  Türken  ganz  den  Dukaten  von  Venedig  nachgeprägt  hatten;
später  wurde  der  Haradsch  auf  20  Asper  herabgesetzt.  Der
Pores,  die  das  serbische  Volk  meist  bedrückende  Steuer,  betrug
750  Asper  von  der  Familie.  Dabei  wurde  nicht  berücksichtigt,
ob  die  Familie  alleinstehend  (serbisch:  inokosna)  oder  eine  Kommunion ­
  (Zadruga)  war;  dieser  Umstand  hat  viel  dazu  beigetragen,
dass  sich  die  Serben  unter  der  Türkenherrschaft  in  zahlreiche
und  starke  Zadrugas  vereinigt  haben,  um  die  grossen  Steuerzahlungen ­
  an  die  Türken  leichter  bewältigen  zu  können,  da
die  „inokosni“  bei  einem  derartigen  Steuersystem  kaum  bestehen ­
  konnten.  Die  an  die  Grundherren  in  Geld  zu  entrichtende ­
  Abgabe  (die  sogenannte  glavnica)  bestand  aus