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weit  von  der  Hauptstadt  an  der  Peripherie  des  Reiches  gelegen ­
  war  und  dazu  die  rührigste  Bevölkerung  der  Halbinsel
besass,  so  dass  sich  die  Wirkung  der  veränderten  Machtverhältnisse ­
  des  Türkenstaates  in  dieser  Provinz  am  leichtesten
geltend  machen  musste.  In  der  Tat  beginnt  auch  die  Wertverminderung ­
  des  Piasters  mit  dem  Befreiungskriege  der
Serben,  mit  welchem  sie  dann  Schritt  hält.  Der  erwähnte
Preis  von  7  Piastern,  zu  welchem  die  türkische  Steuerverwaltung ­
  den  Dukaten  in  der  Zeit  nach  dem  Jahre  1739
in  Zahlung  nahm,  erhält  sich  knapp  bis  Ende  dieses  Jahrhunderts ­
  und  steigt  erst  im  ersten  Jahre  des  XIX.  Jahrhunderts ­
  auf  8  Piaster.  Aber  der  eigentliche  Niedergang
des  Piasterwertes  fällt  in  die  Periode  des  ersten  nationalen
Aufstandes  der  Serben  (1804—1813)  unter  Kara-Georg
Petrovic,  dem  Stammvater  der  heutigen  Dynastie,  während
welcher  sich  der  Wert  der  Münze  in  dem  Masse  verminderte,
dass  der  zu  Anfang  dieser  Periode  auf  8  Piaster  stehende
Dukatenpreis  bis  Ende  derselben  auf  12  Piaster  gestiegen  ist.
Im  Jahre  1809  bereits,  als  sich  Kara-Georg  abermals  gegen
die  Türkei  rüstete,  mit  der  Absicht,  den  Revolutionsgedanken
über  das  Paschalik  hinaus  in  andere  serbische  Gebiete  zu
übertragen  und  das  einstige  Reich  der  Serben  wieder  aufzurichten, ­
  wurde  eine  Kriegssteuer  im  Betrage  von  l 1 /,  Millionen
Piastern  auf  150000  Steuerpflichtige  repartiert  und  von  jedem
Einzelnen  10  Piaster  =  1  Golddukaten  gefordert.  Im  Jahre
1812  war  der  Dukatenkurs  schon  auf  12  Piaster  gestiegen;
die  Gehälter  der  höchsten  nationalen  Beamten  lauteten  damals
auf  6000  Piaster  oder  500  Dukaten.
Es  wäre  noch  zu  erwähnen,  dass  in  dieser  Zeit  fremde
Münzen,  die  im  Belgrader  Paschalik  im  Umlauf  waren,  von
den  Serben  nachgeprägt  worden  sind.  Als  nämlich  im  Rudnik
neben  bedeutenden  Mengen  von  Eisen  und  Kupfer,  welche
zum  Teil  verbraucht,  zum  Teil  zu  Gunsten  der  Staatskasse
veräussert  wurden,  auch  Silber  zum  Vorschein  kam,  wurde
beschlossen,  daraus  Geldstücke  zu  prägen,  und  zwar  Silbermünzen ­
  mit  türkischem  und  Kupfermünzen  mit  österreichischem
Gepräge,  welche  im  Verkehr  unerkannt  neben  dem  echten