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nationaler  Münze  oder  auch  in  fremder,  aber  zum  Dinarkurse,
an  die  Kassen  entrichtet.
Somit  war  die  gesetzliche  Grundlage  gegeben,  auf  welcher
in  Serbien  das  neue  Geldsystem  ins  Leben  treten  konnte  und
durch  welches  die  bisherige  Geldrechnung  ersetzt  werden  sollte;
diese  letztere,  welche  sich  in  der  Praxis  tief  eingebürgert  hatte,
konnte  natürlicherweise  nicht  sobald  gänzlich  der  Vergessenheit
verfallen,  sowie  auch  die  bisher  umlaufenden  fremden  Münzen
nicht  mit  einem  Schlage  durch  die  neugeprägten  nationalen
ersetzt  werden  konnten.  Die  serbischen  Geldstücke  verbreiteten
sich  erst  nach  einiger  Zeit  unter  dem  Volke  in  dem  Masse,
dass  der  Geldbedarf  des  Landes  fast  ausschliesslich  durch
dieselben  befriedigt  werden  konnte.  Durch  den  Geldtarif  vom
9.  Februar  1879  wurde  zwar  die  Zahl  der  fremden  Münzen,
welche  daselbst  noch  notiert  wurden,  sehr  beschränkt,  aber
der  Gebrauch  derselben  nebst  den  Münzen  mit  nationalem
Gepräge,  musste  dennoch  möglich  gemacht  werden.  Dieser
Tarif  erfuhr  noch  einige  Ergänzungen,  bis  er  durch  die  Verordnung ­
  vom  4.  Juli  1887  seine  Bedeutung  fast  gänzlich  verlor,
indem,  mit  derselben  sämtliche  Silbermünzen,  welche  nicht
nach  dem  französischen  Münzsystem  geprägt  waren,  ausser
Kurs  gesetzt  wurden,  während  der  österreichische  Golddukaten
von  den  Staatskassen  nur  noch  seinem  Gewichte  nach  in
Empfang  genommen  werden  sollte. 1 )
Unterdessen  war  dem  grundlegenden  Mlinzgesetze  vom
Jahre  1878  am  1.  Januar  1883  das  Gesetz,  betreffend  die
Prägung  von  Nickelmünzen,  gefolgt.  Das  bisher  geprägte
Kupfergeld  schien  dem  Bedarfe  an  Kleingeld,  welcher  namentlich ­
  durch  die  infolge  des  Eisenbahnbaues  notwendig  gewordenen
Auszahlungen  der  Arbeiterlöhne  gesteigert  wurde,  nicht  Genüge
geleistet  zu  haben,  andrerseits  aber  wollte  man  das  Nickelgeld
eingeführt  wissen  auch  wegen  seiner  Vorzüge,  welche  es  gegenüber ­
  dem  Kupfergeld  an  den  Tag  legte,  indem  es  nämlich
nicht  nur  schöneres  Aussehen  hatte,  sondern  auch  wegen  seines
geringeren  Gewichtes  für  den  Verkehr  bequemer  und-denselben

l )  Zbornik,  B.  43,  S.  86.