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ihre  Kreditverleihungen  in  solchen,  d.  h.  auf  Gold  lautenden
Noten,  eine  besondere  Diskontpolitik  zu  befolgen.  Der  Diskontsatz ­
  stellt  sich  nämlich  für  Golddarlehen  stets  etwas  höher,
als  für  diejenigen,  die  in  Silbernoten  realisiert  werden  sollen.
So  betrugen  die  Diskontsätze:
im  Jahre  1886—87  für  Golddarlehen  8  °/ 0 ,  für  Silberdarlehen  6 1 / 2 %

1889—6./II.  1891  f.

y.  C./III.  1891—1S./III.  1892  f.
„  18.'111.1892—31./VIII.  1892  f.
„31./VIII.  1892—2./I.  1893  f.
„  2./I.  1893

Dass  für  die  Gelddarlehen  ein  höherer  Diskontsatz  gefordert
wird,  hat  den  Zweck,  die  Anschaffung  von  Gold  für  auswärtige ­
  Zahlungen  im  Wege  der  Umwechselung  der  Banknoten
unvorteilhafter  zu  gestalten.  Die  Importeure  werden  nämlich
auf  diese  Weise  gezwungen,  ihren  Goldbedarf  für  Zahlungszwecke ­
  an  das  Ausland  auf  dem  Markte  zu  befriedigen,  da
es  jetzt  vorteilhafter  wird,  Darlehen  in  Silbernoten  zu  niedrigem
Zinssätze  aufzunehmen,  um  dann  mit  denselben  das  nötige
Gold  auf  dem  Markte  auzukaufen.  Hierbei  ist  zwar  auch  das
übliche  Goldagio  zu  zahlen,  aber  sonst  müssten  sie  sich  das
Gold  vermittelst  der  Umwechselung  der  Noten  bei  der  Bank
holen  und  auf  die  entsprechenden  Beträge  sich  zu  hohen
Diskontzahlungen  verpflichten.
Die  Emission  von  Silbernoten  nahm  unterdessen  einen
Umfang  an,  welchen  man  garnicht  vorausgesehen  hatte.  Die
10-Dinarbanknoten,  auf  Silber  lautend,  waren  als  solche  den
Valutaverhältnissen  des  Landes  angepasst  und  infolgedessen
geeignet,  sich  unter  dem  Volke  zu  verbreiten  und  auf  die
Dauer  im  Umlaufe  zu  behaupten.  Die  Folge  der  Umlaufsfähigkeit ­
  dieser  Noten  war,  dass  die  Nationalbank  dieselben
in  dem  gesetzlich  gestatteten  Betrage  über  den  Metallvorrat
hinaus  emittieren  konnte  und  dadurch  in  den  Stand  gesetzt
wurde,  nicht  nur  ihre  Geschäfte  gewinnbringend  auszudehnen,
sondern  namentlich  auch  durch  billigere  Kapitalien  und  wohlgeordneten
  Kredit  die  wirtschaftlichen  Bedingungen  des  Landes
günstiger  zu  gestalten.  Im  Jahre  1886,  nachdem  die  10-Dinarbanknoten ­
  zum  ersten  Male  das  ganze  Jahr  hindurch  im  Um-