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kleinen  Verkehrs  um  das  geringste  überschritten  hat,  auch
die  Symptome  von  Geldüberfluss  zn  Tage  treten,  indem  der
Wert  dieser  Münzen  unter  den  Nennwert  herabgedrückt  wird
und  somit  das  Disagio  entsteht.  Was  die  serbischen  Nickelund ­
  Kupfermünzen  anbelangt,  so  wurde  bereits  besprochen,
dass  dieselben  übermässig  ausgeprägt  wurden  und  den  Verkehr
überfüllten,  so  dass  ihr  Nennwert  nicht  aufrecht  erhalten
werden  ,konnte  und  man  für  je  10  Dinare  Silber  in  Nickel
und  Kupfer  10,  20  bis  50  Para  Agio  zu  zahlen  gezwungen
war.  Nun  ist  das  Goldagio  auf  eine  ähnliche  Ursache  zurückzuführen, ­
  durch  welche  auch  das  Agio  auf  Silber  hervorgerufen
wurde.  Es  gelangten  nämlich  Silberscheidemünzen  ebenfalls
mehr,  als  der  Verkehr  vertragen  konnte,  in  Umlauf,  so  dass
jedermann  bestrebt  war,  mit  Silbermünzen  zu  zahlen,  welche
infolgedessen  unter  ihren  Nennwert  lierabgedrückt  wurden
und  auf  diese  Weise  mit  Disagio  behaftet  erschienen.  Zit
welchen  Mitteln  man  nicht  zu  greifen  scheute,  um  sich  vor
Zahlungen  in  Gold  zu  entziehen,  ist  aus  einem  Bericht  des
Finanzministers  au  die  Skupschtina  aus  dem  Jahre  1884  ersichtlich, ­
  worin  darüber  Klage  geführt  wird,  dass  die  Kaufleute ­
  die  Zolldeklarationen  zu  vervielfältigen  pflegen,  um  den
Kest  über  den  Betrag  von  500  Dinaren  hinaus,  wie  viel  bekanntlich ­
  mit  silbernen  5-Dinarstücken  in  einer  Zahlung
höchstens  geleistet  werden  konnte,  nicht  mit  Goldmünzen  bezahlen ­
  zu  müssen.  Infolgedessen  wurden  hinsichtlich  der
Zahlungen  der  Zölle  mittelst  Silbermünzen  Ausnahmebestimmungen ­
  erlassen,  wonach  zollamtliche  Forderungen  nur  zur
Hälfte  mittelst  Silbergeldes  beglichen  werden  konnten,  zur
andern  Hälfte  aber  ausschliesslich  mit  serbischen  oder  solchen
fremden  Goldstücken,  welche  hierzu  nach  dem  Ukas  berechtigt
waren,  entrichtet  werden  sollten;  zwar  konnte  auch  die  zweite
Hälfte  mittelst  Silbermünzen  bezahlt  werden,  aber  unter  Hinzurechnung ­
  des  Agios,  welches  die  Goldmünzen  im  vorangehenden
Monate  im  Durchschnitte  aufgewiesen  hatten  und  welches
durch  das  Finanzministerium  allmonatlich  verlautbart  werden
sollte.  Damit  fand  also  das  Goldagio  auch  von  seiten  des
Staates  Anerkennung.