*)  Bericht  des  parlamentarischen  Finanzausschusses  vom  7.  Juli
1897.

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werden  sollte.  Und  es  waren  namentlich  die  auch  bisher
zirkulierenden  österreichischen  Golddukaten,  die  vorn  Grossverkehr ­
  fast  ausschliesslich  in  Anspruch  genommen  wurden.
In  welch  starkem  Gebrauche  diese  Goldstücke  gestanden  und
sich  bei  dem  Volke  eingebürgert  hatten,  ersieht  man  daraus,
dass  sich  das  Volk  heute  noch  bei  Wertberechnungen  des
Dukaten  (zu  12  Dinaren)  bedient  und  grössere  Werte  nur
in  dieser  Münzsorte  zum  Ausdrucke  zu  bringen  pflegt.  Wenn
nun  versucht  wird,  nachzuweisen,  dass  das  Gold  durch  die
Silbermünzen  verdrängt  wurde,  und  das  der  Abfluss  der
serbischen  Goldmünzen  auch  durch  die  Art  und  Weise,  in
welcher  dieselben  in  Umlauf  gesetzt  worden  sind,  begünstigt
wurde,  indem  man  nämlich  diese  Goldstücke  in  mehrfachen
kleinen  Beträgen  dem  Verkehr  übergehen  hatte,  und  zwar
stets  zu  solchen  Zeitpunkten,  wo  das  Kupfer-  und  Silbergeld
sich  bereits  im  Umlauf  befand  und  den  Verkehr  überfüllte,
welcher  infolgedessen  für  das  Gold  nicht  mehr  aufnahmsfähig ­
  gewesen  sein  soll 1 ),  so  ist  eine  solche  Ausführung  den
Tatsachen  nicht  entsprechend,  da  an  Silbermünzen  der  Menge
nach  keineswegs  so  viel  vorhanden  war,  dass  dieselben  alles
Gold  oder  auch  nur  den  grössten  Teil  desselben  verdrängen
und  die  dadurch  entstandene  Lücke  im  Zirkulationsmittel-Yorrate
  Serbiens  selbst  ausfüllen  konnten.  Das  Gold  wurde
in  der  Hauptsache  nur  aus  dem  Klein-  und  mittleren  Verkehre ­
  verdrängt,  soweit  nämlich  die  Silbermünze  allein  das
Zahlungsmittel  abzugeben  vermochte.  Das  Agio  ist  also  nicht
aufgetreten,  weil  die  Goldmünzen  infolge  ihrer  Verdrängung
so  selten  gemacht  worden  sind,  dass  man  für  dieselben  eine
Prämie  zu  zahlen  gezwungen  war,  sondern  aus  demselben
Grunde,  aus  welchem  auch  das  Agio  auf  Silbergeld  hervorgerufen ­
  wurde,  indem  an  Silbermünzen  mehr  in  Umlauf  gebracht ­
  wurde,  als  der  Verkehr  an  derartigen  Scheidemünzen
vertragen  konnte.