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Fasst  man  nun  die  Schwankungen  ins  Auge,  welche  das
Agio  im  Laufe  jedes  einzelnen  Jahres  durchgemacht  hat,  so
ist  man  in  der  Lage,  in  denselben  eine  Gleichmässigkeit  zu
entdecken,  welche  sich  in  dem  jahraus  jahrein  immer  wiederkehrenden ­
  Steigen  und  Sinken  des  Agios  kundgibt.  Das
Agio  erreicht  nämlich  in  der  Regel  zu  Beginn  des  Herbstes
in  jedem  Jahre  seinen  tiefsten  Stand,  geht  mit  dem  Eintreten
des  Winters  in  die  Höhe,  auf  welcher  es  sich  bis  zum  Frühjahr ­
  behauptet,  um  dann  wieder  eine  nach  abwärts  gehende
Richtung  einzuschlagen.  Diese  jährlich  sich  wiederholende
Regelmässigkeit  ist  nun  auf  den  auswärtigen  Handel  Serbiens
zurückzuführen,  welcher  sich  im  Herbste  überwiegend  zu  einem
Exporthandel  gestaltet,  indem  die  Einfuhren  von  den  Ausfuhren ­
  übertroffen  werden,  infolgedessen  Gold  in  das  Land
hereinströmt  und  dadurch  das  Sinken  des  Agios  verursacht
wird,  während  im  Winter  die  Ausfuhren  hinter  den  Einfuhren
Zurückbleiben,  Gold  also  nach  auswärts  zu  versenden  ist  und
die  zu  diesem  Zwecke  sich  bildende  Nachfrage  nach  Gold  das
Agio  in  die  Höhe  treibt.  Unterdessen  nimmt  die  zirkulierende
Notenmenge  zu  derselben  Zeit  eine  Richtung,  welche  derjenigen
des  Agios  gerade  entgegengesetzt  ist;  während  nämlich  das
Agio  im  Herbste  infolge  des  reichlichen  Goldzuflusses  auf
seinen  tiefsten  Stand  herabgedrückt  wird,  erreicht  der  Notenumlauf ­
  seinen  höchsten,  so  dass  in  den  jüngsten  Jahren  das
Kontingent  zu  dieser  Zeit  in  der  Regel  erschöpft  wird  und
die  Bank  sich  zur  Einstellung  ihrer  Kreditgewährungen
gezwungen  sieht.  Dieses  Anschwellen  der  Notenzirkulationen
erfolgt  bekanntlich  ebenfalls  infolge  des  grosse  Dimensionen
annehmenden  Ausfuhrhandels,  welcher  zur  Bewältigung  der
gesteigerten  Umsätze  auch  eine  entsprechende  Umsatzmittelmenge ­
  zur  Verfügung  haben  muss  und  seine  diesbezüglichen
Ansprüche  gegenüber  dem  Noteninstitute  geltend  macht.  Der
Umstand  aber,  dass  die  Nationalbank  infolge  der  bestehenden
Kontingentierung  ihrer  Notenausgabe  diesen  Forderungen  nicht
nachkommen  kann,  ist  nun  geeignet,  auf  das  Agio  in  derselben
Richtung  wie  der  Goldzufluss  einen  Einfluss  auszuüben;  denn
die  Noten,  nach  welchen  zu  der  Zeit  die  grösste  Nachfrage