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Staaten,  die  keinen  geordneten  Haushalt  führen,  sich  leicht
dazu  verstehen,  das  Münzregal  als  Finanzquelle  zu  benutzen
und  infolgedessen  die  Grundsätze  vernachlässigen,  die  zwecks
Aufrechterhaltung  gesunder  Münzzustände  unbedingt  befolgt
werden  sollten.  So  ist  es  begreiflich,  dass  auch  das  junge
serbische  Staatswesen  diesen  Weg  beschritten  hat,  um  seine
Einnahmen  gelegentlich  zu  vermehren.  Dies  Bestreben  gibt
sich  kund  in  den  übermässigen  Ausprägungen  von  unterwertigen
Scheidemünzen,  welche  in  diesem  Lande  vor  sich  gegangen
sind.  Noch  im  Jahre  1890  wurde  bekanntlich  die  Notwendigkeit ­
  der  Prägung  von  6  Millionen  Silberdinaren  von  seiten
des  Finanzministers  mit  dem  Hinweise  motiviert,  dass  der
dadurch  zu  erzielende  Gewinn  der  Regierung  die  nötigen  Mittel
bieten  würde,  um  die  alten  Kupfermünzen  aus  dem  Verkehr
ziehen  zu  können.  Auf  diese  Weise  wurde  der  Verkehr  mit
schlechten,  meist  aus  Silber  geprägten  Geldstücken  überfüllt,
die  infolgedessen  an  Wert  verloren,  und  indem  sie  das  bessere
Geld  aus  dem  Umlaufe  verdrängten,  zu  herrschenden  Zahlungsmitteln ­
  geworden  sind.  Indem  nun  der  serbische  Geldumlauf,
die  Notenzirkulation  ausgeschlossen,  in  der  Selbständigkeitsperiode ­
  diese  Gestalt  annimmt  und  man  sich  das  Schicksal
vergegenwärtigt,  von  welchem  die  Hauptmünzen  der  vorangehenden ­
  Perioden,  bekanntlich  der  Asper  und  Piaster,  betroffen
wurden,  so  sind  die  gleichen  Elemente  nicht  zu  verkennen,
welche  sich  in  diesen  drei  Münzeinheiten  kraft  der  gleichen
Verhältnisse  herausgebildet  haben.  Es  ist  eine  und  dieselbe
Gestaltung  der  Dinge,  zu  welcher  die  Entwickelung  der  Geldverhältnisse ­
  in  den  Gebieten  der  Serben  immer  wieder  hingeführt ­
  hat.  Sowie  nämlich  der  Asper  infolge  schlechter  und
übermässiger  Ausprägung  seinen  Wert  nicht  behaupten  konnte
und  mit  der  Zeit  zu  einem  fast  wertlosen  Geldstück  herabsank,
der  Piaster  im  allgemeinen  dasselbe  Ende  hatte,  indem  er
zuletzt  nur  noch  als  Scheidemünze  im  Zahlungsverkehre  Verwendung ­
  fand,  so  ist  die  Hauptmünze  der  serbischen  Selbständigkeitsperiode, ­
  der  Silberdinar,  ebenfalls  —  bloss  weniger
intensiv  —  im  Werte  wankend  geworden,  weil  er  im  Übermasse ­
  in  Umlauf  gesetzt  wurde  und  infolgedessen  Disagio