30 leitung blieb auch er lebensfähig. Nimmt man die Groß- brmteret weg. so nimmt man den Fortschritt für Grost und Klein. Nicht durch hohe Staffelung kaun man den: Klein betrieb helfen; Hilfe kann er nur dadurch finden, daß er sich allen bewährten Errungenschaften immer wieder anschließt. Diese Errungenschaften bringt ihm aber nur der Großbetrieb mit seinen reicheren Mitteln. Und sind wir denn heute schon am Ende aller Taten? Wenn der Kleinbetrieb wieder in den Vordergrund geschoben wird, ja! Sonst nicht. Dann wird das Gegenteil eintreten. Immer mehr tritt die Wissenschaft in den Dienst der ganzen Brauindnstrie. Hier stehen wir aber nicht am Ende, hier stehen wir noch mitten in der Arbeit. Die Arbeit selbst kann aber nur durch die Großindustrie gefördert werden. Ändert man hier, so schneidet man der ganzen Industrie den Lebensfaden ab. Die Herren Parlamentarier, welche in Berlin beraten, sind in der Lage, soweit ihnen die Verhältnisse unbekannt, Einsicht zu nehmen in den dortigen Großbetrieb. DaS sind große Fabrikan lagen. Kann das durch den Kleinbetrieb ersetzt werden? Die Herren können weiter die Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei besichtigen. Das dürfte manchem Herrn Neues und Über raschendes bringen. Sie würden hier sehen, wie alle Hilfs mittel der Technik und der Wissenschaft sich auch dem kleinen und mittleren Betriebe des Gewerbes zur Verfügung gestellt haben. Wieviel hat nicht auch da die Wissenschaft schon ge geben und was ist nicht von ihr noch zu erwarten! Immer mußte da aber der Großbetrieb führend vorausgehen. In der deutschen Brauerei arbeiten zwei bis drei Milliarden, sie gehört mit zu den bedeutendsten Industrien des Reiches. Konnte das der Kleinbetrieb fertigbringen? Die Großindustrie bekämpfte den Kleinbetrieb, sicherlich, sie hob ihn aber auch zu sich empor und erhielt ihn lebensfähig. Was hätte die Kleinbrauerei fertig gebracht, wäre sie auf eigenen Füßen stehengeblieben? Denkt man an die An forderungen, welche unsere Gesetze heute mit vollem Recht er heben bezüglich der Lebens- und Genußmittel, so .kann nur ein bedenkliches Schütteln des Kopfes die Antwort sein. Es ist wirklich gut, daß es anders geworden ist und gut nicht in letzter Linie für den kleinen Betrieb. Trotzdem soll die Klein brauerei einen gewaltigen Vorsprung erhalten. Verschiedene Stimmen aus dem Reichstag erklangen dafür, daß die Spannung noch erweitert werden müßte. Wird eS ein Vorteil sein, wenn die Schülerin vor die Lehrmeisterin gestellt wird? Wird es besser werden, wenn der Kleinbetrieb sich nicht mehr auf eigene Kraft stützt, sondern nur noch nach den Geschenken des Staates sieht, wird es besser werden.