31 Wesenheit zur Beschaffenheit eines Cognac unerläßlich sind. Eingehende Versuche haben ergeben, daß reiner 60proz. Alkohol die Stoffe nicht in Lösung bringen konnte, welche 60proz. Alkohol, dem etwas, von einer Mischung aus Aceton, Aldehyd und Äther bestehend, zugesetzt worden, aus dem Eichenholz ausgezogen hat. Diese, durch letztere Mischung ausgezogenen Stoffe, deren chemische Zusammen setzung noch nicht genau bekannt, haben ganz unzweifel haft ein Aroma, welches mit einem charakteristischen Teil des Cognacaroma übereinstimmt. Es ist dadurch bewiesen, daß, um diesen typischen Bestandteil des Cognaccharakters aus dem Elolz in das Weindestillat überzuführen, eine ge nügende Menge der durch die Säure des Weins gebildeten Oxydationsprodukte nötig ist und wo diese Oxydations produkte fehlen, auch ein Teil der zur Bildung eines aroma tischen Cognacs nötigen Bestandteile fehlen muß. Auch die Art des zur Lagerung verwendeten Eichen holzes ist von Einfluß auf die Qualität des in ihm gelagerten Weinbranntweins. Durch Isolierung der Auslaugungen aus verschiedenen Eichenholzarten ist zweifellos festgestellt, daß das Auslaugungsprodukt aus dem Limosiener Steineichen holz milder und feiner im Aroma ist wie das aus ungari schem und deutschem Eichenholz. Zweifellos kommt dies bei der Bouquetbildung ebenfalls zum Ausdruck. Je länger ein Weindestillat in einem guten Eichenholz faß lagern kann, je mehr wird es von den aromatischen Substanzen aus dem Holze extrahieren und je mehr wird die Luft einwirken können, um sowohl diese Substanzen, wie die im Destillat befindlichen Oxydationsprodukte des Weins in die, den Cognac auszeichnenden, aromatischen Stoffe überzuführen, und dadurch sein Bouquet zu verbessern, sowie seinen Geschmack milder und angenehmer zu machen. Natürlicherweise geht hierbei sowohl ein Teil des Alkohol