28 schweizerischen Elektro- und Maschinenindustrie wäre es natürlich erwünscht, möglichst sämtliche, für die Ver sorgung der Industrie nötigen Fabriken für Halb- und Hülfsfabrikate in der Schweiz selbst zu haben. Doch zu einer existenzfähigen Industrie, die auch mit den auslän dischen Spezialfabriken konkurrieren muss, gehören in allererster Linie billige Rohstoffe und auch tüchtige geschulte Arbeitskräfte. Erstere Bedingung ist hier nicht gegeben, weil die Rohstoffe vom Auslande bezogen zu teuer kommen. Gewisse Rohstoffe, wie z. B. die Kohlen, erleiden durch die relativ sehr hohen Transportkosten allein schon eine Preiserhöhung von ca. 50—80°/ 0 gegen über der deutschen Kohle. Werden die im Schosse der Schweizer Berge ruhenden Mineralien einmal gehoben, so dürfen wir sicher an ein Aufblühen der noch fehlenden Industriezweige denken. — Es könnte bei der Auf nahme der noch in der Schweiz fehlenden Spezialfabri kation eine grössere Zahl Arbeiter beschäftigt werden. Wir gehen nun zu den einzelnen Fabrikations- zweigen über. Vor allem ist hier die Apparatefabrikation zu nennen, namentlich die Fabrikation kleinerer In stallationsapparate, sowie die der Messinstrumente, von welchen die Schweiz massenhaft importiert. Als muster- giltige Spezialfabrik derStarkstromtechnikistnur die Firma Societe d’exploitation des cables electriques in Cortail- laid anzuführen. Dieselbe ist weit über die Grenze ihres Heimatlandes bekannt und labriziert patentierte Drähte aller Art für Licht- und Starkstrom. (Das Hauptpatent bezieht sich auf Bleikabel.) Im Auslande finden ihre Patente aufgrund von Lizenzen Verwertung. Der Voll ständigkeit halber ist auch die Kabelfabrik Aubert Grenier & Co. in Cossonney zu nennen.