44 schnellen Anwachsen der Werke wuchs die Nachfrage nach Rohmaterialien. An Absatz für die Fertigfabrikate fehlte es nicht. Mit steigender Nachfrage steigt be kanntlich der Preis. So schreibt der Gewerbeverein Bern in seinem Bericht von 1898: „Fast alle Bleche, insbesondere die Eisenbleche haben eine bedeutende Preissteigerung erfahren; seit dem Herbst 1898 bringt fast jeder Monat einen neuen Preisaufschlag. Diese, das Handwerk schwer schädigende RohstofTverteuerung beruht zum Teil auf den Machen schaften internationaler Spekulantenringe, zum Teil wohl auch auf der Zwangslage der Eisenwerke, welche den infolge des allgemeinen industriellen Aufschwunges ent standenen grossen Nachfragen nicht mehr nachkommen konnten. Besonders bemerkenswert ist die gewaltige Entwicklung der elektr. Werke; ihre bedeutende Produk tion macht sich auf dem Weltmärkte geltend durch Verteuerung aller Rohstoffe. Dieses junge Gewerbe hat einen erfreulichen Aufschwung genommen, der zweifels ohne auch im kommenden Jahre anhalten wird. Immer hin ist es möglich, dass die enorme Steigerung für Metall (Kupfer 80%, Broncewaren 10%) und Bestand teile, mit welcher die Lieferungspreise nicht immer Schritt halten, grössere Installationen etwas hinaus schieben konnten. Ueber diese Lieferungsverschiebungen, die auf die Verzögerung der Rohstoffe zurückzuführen waren, hörten wir von den meisten Elektrizitätsfirmen in ihren Jahresberichten während der Zeit der Hoch konjunktur Klagen. Das Kupfer erfuhr eine enorme Preissteigerung infolge der I reiberei von Spekulanten auf dem Londoner- und Amerikan. Markte, sowie wegen des bedeutend vermehrten Bedarfs an Kupfer für die