46 Steigerung von Rohmaterialien bedingte die Erhöhung der"'Preise für die fertigen Fabrikate und daher wurde die Kauflust der Abnehmer gedämpft, was jedoch nicht von langer Wirkung war. Die grossen Werke Hessen sich nicht an Lieferungsfristen binden: dadurch wurden die Lieferanten in grosse Verlegenheit gebracht und das finanzielle Ergebnis ungünstig beeinflusst . . . . . . Der scheinbar ungemessene Aufschwung, den die Maschinen - Industrie und andere verwandte Industrie zweige in dem letzten Jahre, und insbesondere in mar kanter Weise zu Ende des Jahres 1899, genommen hatten, war Ursache der äussersten Anstrengungen zur Ver mehrung der Produktion und allmählichen Steigerung (der Preise) derRohmaterialien, wieKohlen, Eisen und anderer Metalle, bis zu einer ungeahnten Höhe. Der Preis rückgang erfolgte bei den Halbfabrikaten; Roheisen folgte erst gegen Ende des Jahres 1900, während Kohle mit Jahresschluss noch ihre hohen Notierungen einhielt und ebenfalls Coaks gleich im Preise blieb.“ Der gesteigerte Absatz für Fertigfabrikate konnte aber nur bei Fallen ihrer Preise durchgeführt werden. Ist auch der Markt für Artikel der elektrischen Industrie noch verhältnismässig sehr jung und aufnahmefähig, so sorgte schon wie überall, so auch hier, der Wett bewerb für ein stetes Sinken der Preise. Es wieder holte sich in diesem Erwerbszweig, was man so oft zu beobachten Gelegenheit hat: trotz steigender Preise für Rohmaterialien und Halbfabrikate lallen die Preise der Fertigfabrikate. Eine Steigerung der letzteren ist nur durch Kartellierung oder Monopolisierung durchzusetzen. Selbstverständlich kommt die sinkende Tendenz spätestens dort zum Stillstand, wo die Grenze der Selbstkosten er