63 - Einen lebhaften Aufschwung nahm weiter, wesent lich infolge des steigenden Bedarfs der Elektrizitäts industrie, in dem letzten Lustrum des vorigen Jahr hunderts die Holzmastenindustrie. Die Holzmasten, der besseren Haltbarkeit wegen imprägniert, dienen als Träger für die elektrischen Leitungen. Der zunehmende Bedarf an Isolierkörpern für die Leitungsdrähte hatte ferner die EntstehungneuerPorzellan- fabriken im Gefolge. Der Bau elektrischer Strassen- und Vollbahnen veranlasste eine starke Nachfrage auf den Gebieten des Iransportmittelverkehrs. Nach Mitteilung der schweize rischen Fabrikinspektion herrschte in diesenFabrikations- zweigen Ende der 90er Jahre eine rege Tätigkeit, die in der Statistik in der Zunahme der Fabriken und der darin beschäftigten Arbeiter ihren Ausdruck fand. Nicht zum geringen Teil verdanken der Elektrizitäts industrie ihre gute Entwicklung verschiedene Werkzeug- u nd Maschinenfabriken. Eng im Zusammenhang mit der Entwicklung der Starkstromindustrie steht die Entwicklung der später näher zu betrachtenden elektrochemischen Industrie, deren Entfaltung für die schweizerische Volkswirt schaft vielleicht noch von unberechenbarem Werte Se 'n kann. Es sei hier nur auf die Entstehung der Karbidwerke (Verwendung des elektrischen Ofens zur Acetylengas-Bereitung) hingewiesen. Die Statistik der schweizerischen Fabrikinspektion führt die Karbidwerke 1T >it unter der Rubrik Gasanstalten auf. In der Schweiz Sab es demnach: 1895 21 Gasanstalten mit 1901 30 519 Arbeitern und 119 PS. 669 PS. 1112