71 Betriebsweise möglichst rationell gestaltet werden. „Die Konsumsteigerung gewährleistet den grösseren Fabriken die allmähliche Ausdehnung der Produktion und damit die Herabsetzung des Betriebskoeffizienten.“*) Aus führlicher auf die technische und kaufmännische Organi sation des Glühlampenkartells einzugehen, ist hier nicht der Platz.**) Eine Art Interessengemeinschaft kam im Jahre 1903 zwischen der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Co. und der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft in Berlin zustande. Letztere Gesellschaft übernahm in Verbindung mit der Bank für elektrische Unternehm ungen in Zürich etwa die Hälfte des Aktienkapitals der Firma Brown, Boveri & Co. Trotzdem die Allge- nieine Elektrizitätsgesellschaft dadurch die Majorität in her Generalversammlung erhielt, blieb aber die Ge schäftsführung von Brown, Boveri & Co. in den alten Gewährten Händen. Dass die Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Co durch die Transaktion verstärkten Rückhalt her verschiedensten Art erlangte, bedarf wohl nicht erst eines besonderenNachweises. Wie die Weiterentwicklung sein wird, erscheint nicht besonders zweifelhaft, wenn man sich vor Augen hält, dass die Firma Brown, Boveri & Co. durch den Aktienaustausch auch stark unter den Einfluss der Schweizer Kreditanstalt, der Leiterin her Bank für elektrische Unternehmungen in Zürich, gekommen, die Schweizerische Kreditanstalt aber wiedei- Ur n auf’s Engste mit der Maschinenfabrik Oerlikon *) KarteiIrundscliau Wien 1903 ff. **) Vgl. Jahrbuch des S. E. V. 1905, S. 21: Statuten der Glüh- knipen-Einkaufs-V ereinigung.