77 sichtlich Sorgfalt der Konstruktion gebührt der Schweiz oft sogar der Vorrang. Die Leistungen sind um so anerkennenswerter, als ja noch einzelne schweizerische Firmen verhältnismässig sehr jung sind. Eine sich aul die Ausnützung von Modellen stützende Massenfabrikation in kleineren kurranten Maschinen kennt die Schweiz nicht. Deutschland (Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschat t) und Nordamerika, in neuester Zeit auch Frankreich, sind ja daran, auf diesem Gebiete Besonderes zu leisten. • Auch in der Fabrikation von „Spezialprodukten" steht die Schweiz hinter anderen Ländern zurück; wie schon früher erwähnt (Seite 27), liegt dies zum Teil an dem Mangel an Rohstoffen (Kohle, Erze etc.) und Halb fabrikaten. Von den Franzosen können die Schweizer m der Aufsuchung von Abnehmern und raschen Ver wertung von Neuheiten, von den Amerikanern in der Praktischen Herstellung konstruktiver Einzelheiten lernen. * n der Schweiz sind alle Voraussetzungen, die zur Leist- Un gsfähigkeit der Elektrizitätsindustrie in erster Linie nötig s 'ud, erfüllt. Man verfügt über einen guten Stab tüchtiger Arbeiter und Ingenieure und ist mit den neuesten Arbeits maschinen (Spezialmaschinen), zum Teil selbst erbaut, Ve rsehen. Gewaltige Wasserkräfte stehen der Elektri- Mtätsindustrie, wie in keinem anderen Lande in gleichem Masse, zur Verfügung. An Ansporn zum Wetteifern fmim Streben nach Vervollkommnung der elektrischen ^ rodukte fehlt es also nicht. Einen guten Ruf aul dem A eltmarkte hat sich die schweizerische elektrotechnist he Industrie schon jetzt gesichert. Die Marke „Made in Switzerland“ hat einen guten Klang. Dass dies auc h fernerhin so bleibe, ist nur zu wünschen.