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schon  wiederholt  gestreift,  in  den  genannten  Ländern  das  Bargeld ­
  fast  völlig  seiner  Funktion  als  Umlaufsmittel  entkleidet
und  durch  Surrogate  ersetzt.  So  ergab  schon  in  den  Vereinigten ­
  Staaten  im  Jahre  1881  eine  Erhebung  des  damaligen
amerikanischen  Comptroller  of  the  Currency,  John  Jay  Knox,
für  sämtliche  Nationalbanken  an  den  Stichtagen  30.  Juni  und
17.  September,  dass  die  Schecks  und  sonstigen  Kreditpapiere
mit  95,13  °/o  bezw.  94,09  °/o  an  den  gesamten  Kasseneingängen
beteiligt  waren 1 ).
Wie  liegen  nun  die  Verhältnisse  bei  uns  in  Deutschland?
Bei  uns  ist  weder  das  Halten  eines  Kontos  bei  der  Bank,  noch
die  Handhabung  des  Schecks  allgemein  üblich.  Höchstens  bei
grösseren  Geschäftsleuten  können  wir  Einrichtungen  erblicken,
welche  an  das  vorher  besprochene  System  der  laufenden  Rechnung ­
  erinnern;  von  den  kleinen  Leuten  wird  es  jedoch  noch
geflissentlich  gemieden.  Was  auf  diese  Weise  an  Geld  unproduktiv ­
  verzettelt  wird,  lässt  sich  nicht  beschreiben.  Allerdings ­
  darf  nicht  geleugnet  werden,  dass  das  englische  System
doch  schon  in  einigen  Gegenden  Deutschlands  Eingang  gefunden ­
  hat,  z.  B.  Oldenburg  und  Mecklenburg 2 ).  Die  Erfahrungen ­
  ,  die  damit  gemacht  wurden,  sind  überwiegend
günstige.  Die  folgenden  Tabellen  sollen  uns  die  Umsätze  auf
Scheckkonto  bei  den  bedeutendsten  Banken  in  diesen  Ländern
zeigen:
’)  Rauchberg,  Der  Clearing-und  Giroverkehr.  Wien  1897.  S.  182.
2 )  Es  sind  dies  vor  allem  die  Oldenburger  Spar-  und  Leihbank,  die
Oldenburger  Bank,  dann  die  Oldenburger  Landesbank,  ebenso  einige
Oldenburger  Bankgeschäfte;  von  den  Mecklenburger  Banken  seien  hervorgehoben: ­
  die  Mecklenburger  Hypotheken-  und  Wechselbank,  die  Mecklenburger ­
  Bank,  die  Mecklenburger  Sparbank,  die  Rostocker  Bank  und
Rostocker  Gewerbebank,  beide  in  Rostock,  dann  die  Vereinsbank  in  Wismar ­
  und  die  Depositenkasse  der  Darmstädter  Bank-Güstrow.  Besonders
umfangreich  ist  der  Depositenverkehr  bei  der  Mecklenburger  Hypothekenund
  Wechselbank.  Die  Depositen-  und  Sparkassengelder  der  genannten
Anstalt  betrugen  im  Jahre  1902  71,5  Mill,  Mk.,  bei  einem  Aktienkapital
inklusive  Reserven  (Garantiemittel)  von  11,6  Mill.  Mk.,  d.  i.  mehr  als
das  6fache,  bei  der  Oldenburger  Spar-  und  Leihbank  betrugen  die  Depositen ­
  am  1.  Januar  1903  32,3  Mill.  Mk.,  bei  einem  Aktienkapital  inklusive ­
  Reserven  von  3,75  Mill.  Mk.,  d.  i.  fast  das  9fache  der  Garantiemittel. ­
