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des  Depositengeschäftes  wurden  den  schottischen  Banken  die
Mittel  gegeben,  Kredite  in  der  erwähnten  Art  zu  erteilen,  und
zwar  in  umfangreichem  Masse.  Dieselben  betrugen  schon  im
Jahre  1825 J )  ca.  6  Mill.  £,  an  welcher  Summe  mindestens
40  000  Personen  (inkl.  der  Bürgen)  interessiert  waren.  Diese
Kredite  wurden  zumeist  in  der  Höhe  von  100,  200,  500  und
1000  £  gewährt.  Der  gewaltige  Einfluss,  den  dieses  cash
credit-System  auf  die  Hebung  des  Wohlstandes  in  Schottland ­
  ausgeübt  hat,  wird  von  den  namhaftesten  Schriftstellern
unumwunden  anerkannt *  2 ).  Auf  solche  Weise  wurden  tüchtigen
Leuten,  denen  es  an  dem  nötigen  Betriebskapitale  mangelte,
die  Mittel  an  die  Hand  gegeben,  in  eine  höhere  Klasse  aufzusteigen; ­
  auch  der  moralische  Einfluss  auf  den  Kreditnehmer
war  überwiegend  günstig.  Denn  durch  die  fortwährende  Aufsicht ­
  seitens  der  Bürgen,  die  insbesondere  darin  bestand,  dass
letzteren  jederzeit  der  Einblick  in  die  Geschäftsbücher  derjenigen, ­
  für  die  sie  Garantie  geleistet,  offen  stand,  waren  die
Kreditnehmer  angehalten,  vorsichtig  und  richtig  die  ihnen
anvertrauten  Summen  zu  verwenden,  da  die  Bürgen  widrigenfalls ­
  von  ihrer  Sicherstellung  zurückgetreten  wären.  Der
Kredit  wurde  vornehmlich  Kaufleuten  und  Industriellen,  aber
auch  Landwirten,  besonders  Pächtern  gewährt  und  gerade
letzteren  war  es  gelungen,  durch  Ausdauer  und  Fleiss  mit
Hilfe  dieses  Kredits  hervorragend  zur  Hebung  der  schottischen
Landwirtschaft,  trotz  der  verhältnismässig  ungünstigen  Beschaffenheit ­
  des  Bodens  und  des  Klimas,  beizutragen.  In  der
neueren  Zeit  jedoch,  besonders  seitdem  die  schottischen  Banken

b  Macleo  d  a.  a.  O.  Yol.  I,  p.  378.
2 )  Vgl.  Adam  Smith,  Wealth  of  Nations.  Book  II,  chapter  2.
Macleod,  Theory  and  Practice  of  Banking  a.  a.  0.  p.  374  ff.;  ferner
den  Art.  cash  credit  in  seinem  Dict.  of  pol.  ec.  p.  363  ff.  Neuerdings
Macleod,  The  Theory  of  Credit.  Second  Edition.  Yol.  II,  Part  I,
London  1894,  p.  617  ff.  Wolowski,  Les  banques  d’Ecosse,  übersetzt
von  Holzendorff,  Berlin  1870.  Gilbart  a.  a.  O.  p.  129  ff.,  p.  506  ff.
Robert  Somers,  Edinburgh  1873,  The  Scotch  Banks  and  System  of
Issue.  Karl  Mamroth,  Die  schottischen  Banken  in  den  Jahrbüchern
für  Nationalökonomie  und  Statistik  von  Conrad,  III.  Folge,  Bd.  24,
S.  1  ff.  bis  S.  32  ff.