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gegengesetzt  wirken  müssen,  wie  Zinszahlen,  so  müssen  Diskontzahlen ­
  im  Soll  Zinszahlen  im  Haben  geben  und  umgekehrt.
Man  wird  also  vor  Abschluss  den  Saldo  der  roten  Zinszahlen
ermitteln  und  auf  die  Seite  der  kleineren  Summe  derselben
zuerst  mit  roter  Tinte  der  Ausgleichung  wegen,  dann  mit
schwarzer  Tinte  als  wirkliche  Zinszahlen  bemerken  (vergl.  Beispiel ­
  III).  Sodann  ermittelt  man  den  Nummernsaldo  der  wirklichen ­
  Zinszahlen,  wobei  man  die  roten  Zinszahlen.  nicht  mehr
mitzählt  und  schliesst  die  Rechnung  in  der  vorher  angegebenen
Weise  ab.  Man  kann  übrigens  auch  bei  dieser  Methode  die  f
Anwendung  der  roten  Zinszahlen  vermeiden,  indem  man  die
nach  dem  Abschlusstage  fälligen  Posten  erst  beim  nächsten
Rechnungsabschlüsse  berücksichtigt.  Dieses  Verfahren  muss
sogar  eingeschlagen  werden,  wenn  in  der  nächsten  Rechnungsperiode ­
  der  Zinsfuss  ein  anderer  ist,  als  in  der  abgeschlossenen.
In  diesem  Falle  würde  die  Anwendung  der  roten  Zinszahlen
fehlerhaft  sein.  Die  progressive  Methode  kann  nur  dann  in
Betracht  kommen,  wenn  der  Zinsfuss  in  Soll  und  Haben
gleich  ist,  d.  h.  wenn  die  Schuldner-  bezw.  Gläubigereigenschaft
des  Kunden  nicht  wechselt.

c)  Die  retrograde  Methode')
Bei  dieser  Methode  geht  man  von  der  Annahme  aus,
als  seien  von  jedem  einzelnen  Posten  für  die  ganze  Kontokorrentperiode ­
  bereits  Zinsen  berechnet  worden.  Man  muss
also  von  jedem  Posten,  bei  Eintritt  desselben,  die  Zinsen  in
Abzug  bringen  für  diejenige  Zeit,  für  welche  eine  Post  in
Wahrheit  nicht  zu  laufen  hat.  Es  werden  hier  also  alle  Posten
gleichsam  diskontiert,  indem  man  die  Zeit  vom  Eröffnungstage
oder  frühestem  Verfalltage,  gewöhnlich  Epoche  genannt,  bis
zu  den  einzelnen  Fälligkeitsterminen  ermittelt  und  für  diesen
Zeitraum  Diskontzahlen  berechnet.  Die  Kapitalien  im  Credit

')  Auch  französische  oder  indirekte  Methode  genannt.  Sie  wird
auch  manchesmal  im  Gegensatz  zur  progressiven  Methode,  neue  Methode
(methode  nouvelle)  genannt.  Nach  Schiebe  soll  diese  Methode  zwischen
1810  und  1820  entstanden  sein.  A.  a.  0.  S.  96.