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geben  somit  Debetzinsen  und  umgekehrt.  Wir  wollen  diesen
Vorgang  an  folgendem  Beispiel  veranschaulichen:
Mk.  1000  vom  1.  Jan.  bis  30.  Juni  (180  T.)  zu  4°/o  =  Mk.  20  (Zinsen  f.  die  ganze
Periode)
,  1000  „  1.  „  „  1.  April  (90  „)  „  4°/o  =  „  10  (nicht  laufende
Zinsen)
Differenz  90  T.  zu  4%  =  Mk.  10  (wirkliche  Zinsen).
Um  diesen  Hergang  noch  deutlicher  zu  machen,  kann
man  sich  auch  folgender  graphischen  Darstellung  bedienen:

Zinsen  für  die  ganze  Periode.
Eröffnungs-
  A.
tag.

Die  Zinsen  für  die  ganze  Periode  sind  dargestellt  durch
A  B.  Angenommen,  es  ist  ein  Posten  bei  Punkt  C  fällig,  so
finden  wir  den  wirklichen  Zins,  indem  wir  von  A  B  (Gesamtsumme ­
  der  Zinsen  für  die  ganze  Periode),  A  C  (fiktive  Zinsen)
subtrahieren.  Wir  erhalten  dann  AB-AC  =  CB  (wirkliche ­
  Zinsen) 1 ).
Haben  wir  nun  alle  Posten  auf  den  frühesten  Verfalltag
zurückgeführt  und  würden  wir  jetzt  den  Nummernsaldo  ermitteln, ­
  so  würden  wir  nach  unserem  Beispiel  II  einen  Zahlensaldo ­
  von  1092  gegenüber  einem  solchen  von  2442  im  Beispiel ­
  I  erhalten.  Dieser  Unterschied  rührt  daher,  dass  der
Saldo  von  1092  am  Eröffnungstage  fällig  ist  und  nicht  am
Abschlusstage,  wie  es  doch  sein  muss.  Deshalb  müssen  dem
Saldo  die  Zinsen  für  die  Zeit  vom  Eröffnungs-  bis  zum  Abschlusstage ­
  wieder  hinzugerechnet  werden.  Um  dies  zu  erreichen, ­
  stellt  man  den  Rohsaldo  der  Kapitalien  fest  (so  genannt, ­
  weil  keine  Zinsen  und  Provisionen  inbegriffen  sind)  und
berechnet  auf  denselben  Nummern  für  die  ganze  Periode,
welche  dann  die  Differenz  von  1092  zu  2442  ausmachen
(vergl.  Beispiel  II).  Nach  Ermittlung  des  Nummernsaldos

c

Ab-B.
  Schluss
tag.

fllllllll

Fiktiver  Zins.

Wirklicher  Zins

’)  Vgl.  auch  Eugene  Leautey  a.  a.  O.  S.  963.