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Bei  Eintritt  eines  jeden  neuen  Postens  wird  der  Saldo  gezogen, ­
  und  zwar  wird  er  bei  gleichen  Posten  im  Soll  bezw.  im
Haben  durch  Addition,  bei  ungleichen  durch  Subtraktion  gefunden. ­
  Hierauf  werden  von  jedem  Saldo  Zinszahlen  für  so
viele  Tage  berechnet,  als  der  betreffende  Betrag  unverändert
bleibt.  Für  die  Zinszahlen  werden  zwei  Kolonnen  gebildet,
die  Soll-  bezw.  Habenkolonne.  Die  Berechnung  der  Zinszahlen
erfolgt  auf  einem,  gewöhnlich  vom  Rechnungsauszüge  getrennten ­
  Formulare,  der  Staffel.  Im  Rechnungsauszüge  sind
die  einzelnen  Posten  chronologisch  nach  ihren  Verfallzeiten
aufgezeichnet.  Am  Schlüsse  der  Kontokorrentperiode  werden
die  in  der  Staffel  ermittelten  Zinsen  in  die  entsprechende  Seite
des  Auszuges  eingestellt  und  die  Rechnung  in  der  üblichen
Weise  abgeschlossen  (vergl.  Beispiel  VI).  Sind  die  letzten
Posten  nach  dem  Abschlusstage  fällig,  so  diskontiert  man  sie
entweder,  Valuta  per  Abschlusstag,  oder  aber,  was  das  richtigste
wäre,  man  trägt  sie  auf  neue  Rechnung  vor.  Letzteres  Verfahren ­
  muss  sogar  angewendet  werden,  wenn  sich  der  Zinsfuss
in  der  nächsten  Periode  ändert.  Diese  Methode  ist  immer
brauchbar;  sie  ist  sogar  unbedingt  notwendig,  wenn  die  Schuldnerbezw.
  Gläubigereigenschaft  des  Kunden  wechselt,  da  in  einem
solchen  Falle  verschiedene  Zinsfüsse  im  Debet  und  Kredit  zur
Anwendung  kommen.
e)  Kritik  der  drei  Methoden
Zur  Beantwortung  der  Frage,  welcher  von  den  drei  Methoden
der  Vorzug  gebühre,  ist  es  nötig  zu  wissen,  ob  die  Gläubigereigenschaft ­
  für  die  Dauer  der  Kontokorrentperiode  eine  gleichbleibende ­
  oder  wechselnde  ist.  Danach  richtet  sich  auch  in
der  Regel  die  Verzinsung  und  zwar  ist  sie  entweder  auf  beiden ­
  Seiten  gleich  oder  verschieden.  Bei  gleichem  Zinsfüsse
im  Debet  und  Kredit  dürfte  die  Anwendung  der  Kolonnenmethoden ­
  der  Staffelmethode  vorzuziehen  sein,  da  bei  ihnen
das  jedesmalige  Addieren  bezw.  Subtrahieren  vermieden  und
infolgedessen  die  Gefahr  des  Verrechnens  verringert  wird.
Gegenüber  der  progressiven  Methode  sodann  hat  die  retrograde
')  Ueber  die  verschiedenen  Möglichkeiten  der  Berechnung  hierbei
vgl.  die  einschlägigen  kaufmännischen  Lehrbücher.