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Methode  wiederum  einige  Vorteile  aufzuweisen,  so  dass  es  angezeigt ­
  erscheinen  dürfte,  bei  gleichem  Zinsfusse  diese  Rechnungsart ­
  anzuwenden,  wenngleich  ihr  Mechanismus  etwas  komplizierter ­
  ist  als  der  der  progressiven  Methode.  Die  Annehmlichkeit
der  retrograden  Methode  besteht  darin,  dass  man  nicht  den
Tag  des  Rechnungsabschlusses  kennen  oder  abwarten  muss,
sondern  dadurch,  dass  man  alle  Posten  auf  den  frühesten  Verfalltag ­
  zurückführt,  die  Zinsenberechnung  und  infolgedessen  den
Rechnungsabschluss  jederzeit  vornehmen  kann 1 ).  Zudem  ist  man
auch  bei  Posten,  deren  Verfallzeit  über  die  Abschlusszeit  hinausgeht, ­
  der  umständlichen  roten  Zinszahlen  überhoben.
Das  Anwendungsgebiet  der  Kolonnenmethoden  ist  indes,
wie  bereits  gestreift,  nur  ein  beschränktes.  Angenommen,  es
wechselt  während  der  Kontokorrentperiode  die  Gläubigereigenschaft, ­
  und  der  Bankier  rechnet  mit  Hilfe  der  Kolonnenmethoden ­
  im  Soll  und  Haben  gleiche  Zinsen,  so  wäre  dies  unter
Umständen  für  ihn  mit  grossen  Nachteilen  verbunden.  Vollkommen ­
  fehlerhaft  wäre  es  sogar,  wenn  er  bei  den  Kolonnenmethoden ­
  die  Zinszahlen  für  das  Debet  durch  einen  höheren
Zinsdivisor  als  die  Zinszahlen  für  das  Kredit  dividieren  und
die  Differenz  der  Quotienten  in  Rechnung  bringen  würde,  oder
wenn  er  den  Saldo  der  Zinszahlen,  falls  er  zu  Gunsten  des
Kunden  ausfiele,  zu  einem  niedrigeren,  falls  er  zu  seinem
eigenen  Vorteile  sich  gestalten  sollte,  zu  einem  höheren  Zinsfusse ­
  berechnen  würde.  Im  letzteren  Falle  würden  dann  sämtliche ­
  Nummern  für  die  ganze  Kontokorrentperiode  zu  demselben ­
  Zinsfusse  gerechnet  werden,  als  der  Saldo  derselben.
So  würde,  um  nur  ein  Beispiel  anzuführen,  der  Nachteil  für
den  Bankier  besonders  fühlbar  dann  sein,  wenn  er  während
mehrerer  Monate  im  Vorschuss  stand  und  der  Kunde  einige
Monate  vor  dem  Rechnungsabschlüsse  Zahlungen  leistet,  welche
die  Forderungen  des  Bankiers  derart  übersteigen,  dass  er,  statt
womöglich  Zinsen  zu  bekommen,  noch  Zinsen  zahlen  müsste.
In  diesem  Falle  würde  der  Saldo  der  Zinszahlen  zu  Gunsten
1 )  Man.  kann  zwar  auch  bei  der  progressiven  Methode,  ohne  den
Abschlusstag  zu  kennen,  den  Abschluss  jederzeit  vornehmen.  Vgl.  hierüber
die  einschlägigen  kaufmännischen  Lehrbücher.  Doch  ist  in  solchen  Fällen
die  retrograde  Methode  meines  Erachtens  viel  bequemer.
Buff,  Das  Kontokorrentgesehäft  im  deutschen  Bankgewerbe  6