88

V.  Kontokorrent  mit  wechselndem  Zinsfusse  nach  der
einzelnen  Perioden  entfallenden  Zinszahlen

Sollen  Herr  Max

Verfall

Tage

Zahlen

Betrag

19..

Mk.

Pf.

Jan.  1.

An

Saldovortrag  .  .  .  ,  .

Dez.  31.

—

—

5  300

,  15.

D

Kassa

Jan.  15.

15

600

4  000

—

Febr.  2.

„

Effekten

Febr.  2.

32

1901

5  940

—

März  25.

Kassa

März  25.

85

850

1000

—

April  10.

Scheck

April  10.

100

2  000

2  000

—

Mai  25.

Effekten

Mai  25.

145

11  905

8  210

—

Juni  10.

Scheck

Juni  10.

160

2  400

1500

—

,  20.

D

Reichsbankgirokonto  .  .

,  20.

170

6  800

4  000

—

Juni  30.

1)

Vortrag  der  Zinszahlen  des
Rohsaldos  per  20.  Jan.  .  .

1  000

„  30.

n

Vortrag  der  Zinszahlen  des
Rohsaldos  per  25.  April  .

14  881

Juni  30.

n

5  °/o  Zinsen  aus  1140  44
v.  20.  Jan..  .  .

15

85

n

4 1 /2  °/o  Zinsen  aus  10  280  44
v.  25.  April  .  .

128

50

D

4  °/o  Zinsen  aus  7  924  44
v.  30.  Juni  .  .

88

05

Zahlensaldo  insg.  19  344  44

19  344

J /3  °/o  Provision  ä  26650  Mk.

88

85

D

Spesen

8

—

45  800

32  279

25

Juli  1.

An  Saldovortrag

Juni  30.

15  879

25

S.  E.  &amp;  0.
Ort,  Datum
Unterschrift

Erklärung  zu  obiger  Berechnung.  Der  Zinszahlensaldo  für  die  erste  Periode
(31.  Dez.  bis  20.  Jan.)  wurde,  wie  gewöhnlich,  ermittelt.  Für  die  zweite  Periode  sodann
wurden  zunächst  die  am  20.  Jan.  ins  Haben  gesetzten  Zinszahlen  des  Rohsaldos  im  Soll
vorgetragen,  wo  sie  in  der  zweiten  Periode  mitgezählt  wurden.  Das  war  notwendig,  um
Gleichförmigkeit  für  sämtliche  Kapitalien  der  zweiten  Periode  zu  erzielen;  denn  da  die
Kapitalposten  dieser  Periode  nicht  auf  den  Anfangstag  der  letzteren  (20.  Jan.),  sondern  auf
den  der  ersten  Periode  zurückgeführt  sind,  so  musste  dasselbe  mit  dem  am  Anfangstage
der  zweiten  Periode  vorhandenen  Saldo  geschehen;  es  mussten  auch  für  ihn  die  Zinszahlen
auf  20  Tage  in  Rechnung  gebracht  werden.  —  Die  weitere  Berechnung  der  Zinszahlen  erfolgte ­
  dann  wie  sonst  (für  die  zweite  Periode).  Die  Zinszahlen  des  Rohsaldos  wurden
sodann  wieder  für  die  dritte  Periode  vorgetragen,  für  welche  diesmal  115  Tage  zu  berechnen
waren.  —  Schliesslich  wurden  die  Zinszahlen  für  die  dritte  Periode  berechnet,  der  Rohsaldo ­
  auf  180  Tage.  Da  die  Verteilung  der  einzelnen  Posten  sich  nach  dem  Verfalltage
und  nicht  nach  dem  Buchungstage  zu  richten  hat,  wurde  obige  Rimesse  per  10.  Mai  von
4500  Mk.  (im  Haben)  erst  in  der  zweiten  Periode  berücksichtigt.  Die  durch  kleineren  Druck
gekennzeichneten  Eintragungen  über  die  Zinszahlen  des  Rohsaldos,  vom  20.  Jan.  und
25.  April,  sowie  die  gegenüberstehenden  Vorträge  kann  man  auch  fortlassen.  Indes  erleichtern ­
  sie  dem  Empfänger  das  Umrechnen,  weshalb  es  sich  empfiehlt,  sie  hinzuschreiben.