52 Die Zahl des Viehbestandes verminderte sich auf je 1000 Höfe in Bessarabien um 57%, im Gouv. Cherson um 52,7%, in Taurien um 73%, im Gouv. Ekaterinoslaw um 54,4% und im Dongebiete um 48,5%. Schon in den achtziger Jahren betrug der Prozentteil der Höfe, die keinen Viehbestand hatten, in Bessarabien 10,9%, in Cherson 14,7%, in Taurien 95%, in Ekaterinoslaw 10,8%. Die Zahl des Hornviehes nimmt ab auf Kosten des Pferdebestandes. Die Zahl der pferdelosen Wirtschaften im Verhältnis zu der gesamten Zahl der Pferdewirtschaften betrug pro 100 in den Jahren (Tabelle XXIX) 1882 1891 Bessarabien 41,4 46,1 Cherson 44,7 38,6 Taurien 23,3 26,1 Ekaterinoslaw 40,9 41,4 Dongebiet — 42,3 Es ist nur das Gouv. Cherson, dass sich durch Abnahme der Zahl der pferdelosen Wirtschaften auszeichnet, aber auch hier ergibt sich nicht nur keine Abnahme, sondern überhaupt eine sehr beträchtliche prozentuale Steigerung. So betrug die Zahl der pferdelosen Bauernhöfe im Jahre 1891 in den Kreisen Alexandria 65,1%, Elisabethgrad 41,7%, Ananjew 17%, Tiraspol 23,9%, Cherson 25,5% und Odessa 23,4%. Ein solch grosser Prozentteil der gespannlosen Bauernhöfe hat seine Ursachen in der grossen Zerstückelung des bäuerlichen Grund besitzes. Unter einer gewissen Minimalgrösse kann die Scholle keine eigene Wirtschaft mehr unterhalten. Je geringer die Fläche des mit Futtergewächsen bebauten Landes ist, desto kleiner wird der Viehbestand. Wenn das Futterland auch unter dieses Minimum sinkt, verschwindet überhaupt die Möglichkeit, Vieh zu ernähren. Es ist für die neurussische Bauernschaft höchst charakteristisch, dass, obgleich die Anbaufläche steigt, die Fläche des Saatfeldes pro 1 Hof und pro 1 Kopf bedeutend abnimmt. So betrug das Ackerland in Prozenten im Verhältnis zum kultur fähigen Lande in den Jahren: XXX) 1892 1900 Bessarabien 54,5 70,5 Cherson 67,9 83,1 Taurien 65,2 75,1 Ekaterinoslaw 63,7 77,8 Dongebiet 46,0 46,0