Gründet  Arbeitgeberverbände!

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der  von  Bebel  und  Genossen  eingebrachten  Resolution,  die
da  lautete:
»Der  Parteitag  verurteilt  auf  das  entschiedenste  die  revisionistischen ­
  Bestrebungen,  unsere  bisherige  bewährte  und  sieggekrönte, ­
  auf  dem  Klassenkampf  beruhende  Taktik  in  dem  Sinne
zu  ändern,  dass  an  Stelle  der  Eroberung  der  politischen  Macht
durch  Ueberwindung  der  Gegner  eine  Politik  des  Entgegenkommens
an  die  bestehende  Ordnung  der  Dinge  tritt.  Die  Folge  einer  derartigen ­
  revisionistischen  Taktik  wäre,  dass  es  einer  Partei,  die  auf
die  möglichst  rasche  Umwandlung  der  bestehenden  bürgerlichen
in  die  sozialistische  Gesellschaftsordnung  hinarbeitet,  also  im
besten  Sinne  des  Wortes  revolutionär  ist,  eine  Partei  wird,  die
sich  mit  der  Reformierung  der  bürgerlichen  Gesellschaft  begnügt.
Der  Parteitag  verurteilt  ferner  jedes  Bestreben,  die  vorhandenen,
stets  wachsenden  Klassengegensätze  zu  vertuschen,  um  eine  Anlehnung ­
  an  die  bürgerlichen  Parteien  zu  erleichtern.«
Das  heisst  also  auf  gut  deutsch:  Bebel  hatte  sein  Ziel  erreicht, ­
  die  Abrechnung  über  die  revisionistischen  Bestrebungen
der  Parteiakademiker  war  glanzvoll  durchgeführt  worden,  und
der  Wert  der  Prophezeiung  von  der  beginnenden
Mauserung  der  sozialdemokratischen  Partei  ist  damit ­
  in  das  rechte  Licht  gerückt.
Von  besonderem  Interesse  ist  des  weiteren  die  aus  Anlass ­
  der  Dresdener  Verhandlungen  erfolgte  Feststellung  dessen,
was  unter  dem  Ausdruck  »Revisionisten«  eigentlich  zu  verstehen ­
  ist.  In  den  »Sozialistischen  Monatsheften«  schrieb
nämlich  der  Abgeordnete  von  Elm:
»Wir  haben  nicht  einmal  genau  erfahren,  woher  der  schöne
Titel  kommt.  Kautzky  erklärt  uns  allerdings:  .Zuerst  sprach  man
von  Bernsteinerei,  wir  haben  es  dann  aber  vorgezogen,  der  Sache
einen  weniger  persönlichen  Anstrich  zu  geben 1 .  Wir?  Wer?  Die
Redaktion  der  ,Neuen  Zeit 1 ?  Aber  zu  dem  von  Kautzky,  Bebel
und  Singer  in  der  bekannten  Resolution  ausgemalten  Revisionismus
hat  sich  vor  Dresden  und  in  Dresden  kein  Mensch  in  der  Partei
bekannt  und  wird  sich  auch  nach  Dresden  keiner  bekennen,  weil
er  damit  aufhören  würde,  Sozialdemokrat  zu  sein.
Entgegenkommen  an  die  bestehende  Ordnung  der
Dinge,  Aufgeben  des  Klassenkampfes,  Anlehnung  an
die  bürgerlichen  Parteien  —  wer  will  das?  Niemand!«
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Was  ist  Revisionismus? ­
