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Grünet  Arbeitgeberverbände!

ihrer  Position  zu  sinken  beginnt.  So  ist  es  leider  nicht  ausgeschlossen, ­
  dass  so  mancher  unter  ihnen  zum  letzten  Ende
aus  Verzweiflung  über  seine  Hilflosigkeit  der  Sozialdemokratie ­
  aus  Rücksichten  der  Selbsterhaltung  seine  bessere
Ueberzeugung  zum  Opfer  bringen  würde.  Welch  eine  Menge
von  Kleinarbeit  bei  dem  Kampf  gegen  die  Umsturzbewegung
zu  leisten  ist,  das  können  eben  nur  die  richtig  beurteilen,  die
seit  Jahren  Schulter  an  Schulter  mit  den  kleineren  und
kleinsten  Arbeitgebern  kämpfen.  Man  denke  nur  an  die
raffinierte  Art,  wie  die  einzelnen  Meister  von  den  sozialistischen ­
  Agitatoren  bedrängt  werden,  an  die  verzweifelte  Gegenwehr ­
  der  kleinen  Gewerbetreibenden  gegen  den  Boykott,
durch  den  sie  gezwungen  werden  sollen,  zu  Gunsten  der
sozialdemokratischen  Bewegung  zu  votieren.  Und  hierbei
wird  die  lokale  Arbeitgeberorganisation  für  alle  Zeit  unersätzlich
  bleiben;  sie  wird  dauernd  erweitert  und  verbreitet
werden  müssen,  da  sie  aus  den  angeführten  Gründen  die  unerlässliche ­
  Vorbedingung  für  ein  erfolgreiches  Zurückdrängen
der  sozialistischen  Propaganda  unter  den  im  Handwerk  tätigen
Arbeitern  bildet.  Gewiss  wird  es  der  gemeinschaftlichen
Aktion  der  grossen  Unternehmergruppen  Vorbehalten  bleiben,
die  Streiklust  der  industriellen  Arbeiterschaft  für  den  Augenblick ­
  erheblich  einzuschränken.  Damit  wird  aber  zunächst
erreicht  werden,  dass  die  sozialdemokratische  Agitation  mit
verdoppeltem  Eifer  Handwerk  und  Gewerbe  in  Behandlung
nimmt,  um  wenigstens  hier  jene  sichtbaren  Erfolge  zu  zeitigen, ­
  die  das  Prestige  der  Partei  in  den  Augen  der  Menge
erhöhen  sollen.«  Nun  haben  sich  zwar  einzelne  Zweige  des
Handwerks  zu  Schutzverbänden  zusammengefunden,  so  die
Schneider,  Bäcker,  Fleischer  und  vor  allem  die  zum  Bauhandwerk ­
  gehörigen  Gruppen.  Trotzdem  diese  Verbände  durchgängig ­
  recht  Anerkennenswertes  in  Sachen  der  gegenseitigen
Unterstützung  bei  Streikfällen  leisten,  reichen  sie  dennoch  in
keiner  Weise  aus,  einer  angegriffenen  Mitgliedschaft  zu  einem
durchgreifenden  Erfolg  zu  verhelfen.  Ihre  hauptsächlichste
Betätigung  besteht  darin,  dass  sie  Ersatz  an  Arbeitskräften