Gegenüber  der  herrschenden  Wirtschafts-  und  Sozialideologie  wollen  die
Sozialwirtschaftlichen  Zeitfragen
die  Wirtschaftsfragen  der  Zeit  im  Zusammenhang  mit  den  sozialen  Zeitfragen
und  die  sozialen  Zeitfragen  in  ihrer  Wechselbeziehung  zu  den
Wirtschaftsfragen  der  Zeit  behandeln,
der  überlegenen  menschlichen  Arbeitskraft,  der  geistigen  und  der  physischen,
wieder  zum  ersten  Platze  in  der  wirtschaftlichen  Betrachtung  verhelfen,
die  nationale  Seite  der  Volkswirtschaft  in  den  Vordergrund  stellen,
das  Mitwirken  an  der  nationalen  Grösse  des  ganzen  Volkes  zum  Prüfstein
für  die  Gesundheit  wirtschaftlicher  Strömungen  machen,
die  Vermehrung  der  Volkszahl  und  die  Steigerung  ihrer  Arbeitsfähigkeit  zum
obersten  Gesichtspunkt  der  sozialen  Betrachtung  und  die  Mehrung
und  Vervollkommnung  der  nationalen  Produktion  zum  obersten
Gesichtspunkt  der  wirtschaftlichen  Betrachtung  erheben,
die  Ueberzeugung  pflegen,  dass  dasjenige  Volk,  das  aus  der  grössten  Anzahl  der
leistungsfähigsten  Menschen  besteht,  den  Gipfel  derMenschheit  darstellt,
den  Standpunkt  vertreten,  dass  die  Schaffung  und  Erhaltung  von  Arbeitsgelegenheit ­
  für  das  Volk  die  einzige  soziale  Grosstat  ist,  und  dass
alles  andere,  was  ein  Unternehmer  für  seine  Arbeiter  tun  kann,
weit  dahinter  zurücktritt,
vom  Boden  des  geschichtlich  Gegebenen  hin  zum  wirtschaftlich  Möglichen
einen  gesunden  Fortschritt  pflegen,
sich  in  den  Dienst  aller  aufschwungsfähigen  Kräfte  der  Volkswirtschaft  stellen,
die  Anschauung  vertiefen  und  verbreiten  helfen,  dass  die  Warenerzeugung
Sache  der  Privatwirtschaft  ist  und  sein  muss,
alle  empirische  Wissenschaft,  an  erster  Stelle  die  Naturwissenschaft,  und
insonderheit  die  Entwicklungslehre,  zur  Vertiefung  und  zum  Ausbau
sozialwirtschaftlicher  Erkenntnis  heranziehen,
im  Anschluss  an  die  jeweils  im  Vordergrund  des  Tagesinteresses  stehenden
Fragen  vom  Standpunkte  der  Praxis  aus  eine  Reform  der  herrschenden
Wirtschafts-  und  Sozialideologie  anstreben,
den  aus  der  wirtschaftlichen  Praxis  hervorwachsenden  wirtschaftlichen  Arbeiten
eine  Sammelstätte  bieten.