﻿Barsch

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Messen der Höhe von Bergen benutzt. —
Zollfrei.

Barsch (Baars, Baarsch, Bärse,
Bärschling, Schrap, frz. Perche, engl.
Perch) ist die Bezeichnung einer artenreichen
Familie von Raubfischen, deren bekanntester
Vertreter, der Flußbarsch, Perca fluvia-
tilis, eine messinggelbe bis grünliche, am
Bauche weißliche Farbe besitzt. Die erste
Rückenflosse ist bläulich-rotgrau, die zweite
grünlichgelb, die Brustflossen sind gelbrot,
die Bauch- und Afterflosse mennig- oder
zinnoberrot. Das Fleisch ist sehr schmackhaft,
besonders vom August bis Januar, die Laich-
zeit dauert von März bis Juni. Der B. wird
nicht über 2 kg schwer und ist am besten bei
einer Länge von 25—30cm. — Der See-
barsch, Labrax Lupus, welcher im Mittel-
meer, dem Atlantischen Ozean und an den
Küsten Englands vorkommt, wird bis 10 kg
schwer und ebenfalls als Nahrungsmittel ver-
wendet. — Zoll: S. Tarif 115/117.

Baryumchlorat (Chlorsaurer Baryt,
Chlorsaures Baryum, lat. Baryta chlorica,
Baryum chloricum, frz. Chlorate de baryte,
engl. Chlorate of barium), farblose prisma-
tische Kristalle, in Wasser leicht löslich,
giftig, durch starke Reibung oder Schlag
explodierbar. B. findet bisweilen Anwendung
zur Herstellung von Sprengstoffen, sowie von
Grünfeuer in der Feuerwerkerei. — Zollfrei.

Baryumchlorid (Chlorbaryum, salz-
saurer Baryt, Baryumchlorhydrat, lat.
Baryum chloratum, Baryta chlorata, Baryta
muriatica, Baryta hydrochlorata, frz. Hydro-
chlorate de baryte, engl. Chloride of barium)
kristallisiert mit 12 MolekülenWasser in Form
farbloser, durchsichtiger Tafeln und löst sich
leicht in Wasser zu einer unangenehm scharf
schmeckenden, giftigen Flüssigkeit. Es
wird dargestellt durch Auflösen von Witherit
in Salzsäure und Umkristallisieren des Salzes.
B. findet Anwendung in der chemischen Ana-
lyse als Reagens auf Schwefelsäure, in der
Technik zur Fabrikation von Permanentweiß
und zur Reinigung von Kesselspeisewasser.
Man erkennt es daran, daß die Lösung mit
Schwefelsäure einen weißen Niederschlag von
Baryumsulfat und mit Silbernitrat eine käsige
Füllung von Chlorsilber gibt. — Zollfrei.

Baryumchromat (Chromsaures Ba-
ryum, chromsaurer Baryt, frz. Chromate
de baryte, engl. Chromate of barium) entsteht
beim Fällen von Barytsalzlösungen mit chrom-
saurem Kalium als ein schwerer gelber Nieder-
schlag, der eine wertvolle, licht-, luft- und
■wasserbeständige Malerfarbe (Barytgelb,
Gelbin, gelber Ultramarin) liefert. —
Zollfrei.

Baryumhydroxyd (Ätzbaryt, Barythy-
!Jrat. Baryumoxydhydrat, kaustischer
Baryt, lat. Baryta caustica, frz. Hydrate de
baryte, engl. Barytic hydrate), ein weißes, in
"^scr lösliches Pulver, wird entweder durch
Glühen von Schwerspat mit Kohle und
Kochen der in Wasser gelösten Schmelze mit
Zink- oder Kupferoxyd oder durch Glühen von
Witherit im Wasserdampfstrome gewonnen.

Baryumsulfid	______

Es wurde früher in der Zuckerfabrikation
mehrfach benutzt, jetzt fast nur noch als che-
misches Reagens. Da B. begierig Kohlen-
säure anzieht, muß es vor Luft geschützt auf-
bewahrt werden. -— Zollfrei.

Baryumkarbonat (Barytkarbonat,
Kohlensaures Baryum, Kohlensaurer
Baryt, frz. Carbonate de baryte, engl. Car-
bonate of barium), ein schweres Pulver, das
im reinsten Zustande eine weiße, meist jedoch
eine graue oder gelbliche Farbe hat. In der
Natur bildet es das MineralWitherit, welches
in gemahlenem Zustande in den Handel ge-
langt. Auf chemischem Wege wird es auch
durch Glühen von Schwerspat mit Kohle und
Behandlung der aufgelösten Schmelze mit
Kohlensäure dargestellt. B. bildet das Aus-
gangsmaterial zur Darstellung von Blanc
fixe und anderen Baryumverbindungen und
wird außerdem als Rattengift verwandt. Die
Versendung geschieht in Fässern von 300 kg.
— Zollfrei.

Baryummanganat (Mangansaurer Ba-
ryt) bildet das in der Tapetenfabrikation
und als Anstrichfarbe benutzte Barytgrün,
Mangangrün oder Kasseler Grün. —
Zollfrei.

Baryumnitrat (Salpetersaurer Baryt,
Barytsalpeter, lat. Baryta nitrica, Baryum
nitricum, frz. Nitrate de baryte, engl. Ba-
ryum nitrate, Nitrate of baryt) entsteht durch
Lösen von Witherit oder Schwefelbaryum in
Salpetersäure und Eindampfen bis zur Kri-
stallisation oder durch Vermischen heißer Lö-
sungen von Chlorbaryum mit Natriumnitrat.
Es bildet weiße, glänzende, in Wasser leicht
lösliche Kristalle, welche sehr giftig sind und
beim Glühen reines Baryumoxyd hinterlassen.
B. wird in der Feuerwerkerei als Grünfeuer
benutzt. — Zollfrei.

Baryumplatincyanür, eine Doppelverbin-
dung von Cyanbaryum und Platincyanür, ent-
steht beim Einleiten von Cyanwasserstoff in
eine siedende Lösung von Platinchlorid. Die
schönen Kristalle, welche Dichroismus von
grün und gelb mit violettem Schimmer zeigen,
besitzen die Eigenschaft, unter der Einwir-
kung von Röntgenstrahlen aufzuleuchten und
werden daher zum Nachweise dieser und ähn-
licher Strahlen benutzt. — Zollfrei.

Baryumsulfat, s. Permanentweiß und
Schwerspat.

Baryumsulfid (Bariumsulfuret, Schwe-
felbaryum, lat. Baryum sulfuratum, frz. Sul-
fure de baryte, engl. Sulfuret of barium), eine
Verbindung von 81,1 °/o Baryum mit 18,9%
Schwefel, kommt meist nur in rohem Zu-
stande für technische Zwecke in den Handel
und bildet dann eine poröse, von beige-
mengter Kohle mehr oder weniger grau bis
schwärzlich gefärbte Masse. Zu ihrer Dar-
stellung formt man Schwerspatpulver mit
Steinkohlenteer zu Ziegeln und brennt diese
in Schachtöfen zwischen Kohlen. Durch Aus-
laugen mit Wasser und Eindampfen der Lö-
sung erhält man das B. Es dient zur Her-
stellung von Bariumchlorid, Baryumnitrat und
anderen Baryumsalzen. — Zollfrei.