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Dieser  breite  Gürtel  von  totem  Urgestein  wird  nur  an
wenigen  Stellen  —  am  westlichen  Ufer  der  Hudsonsbay
und  am  St.  Lawrencestrom  —von  andern  Formationen  unterbrochen ­
  ;  hier  treten  kambro  -  silurische  Schichten  zutage. ­

Westlich  von  der  laurentischen  Formation  breitet  sich
die  grosse  Kreideebene  bis  zu  den  Rocky  -  Mountains  aus.
Nach  Norden  zu  setzt  sie  sich  fort  durch  das  Tal  des
Mackenzieriver,  wird  aber  hier  eingeengt  von  devonischen
Schichten,  die  von  rechts  und  links  an  den  Fluss  treten.
Die  Rocky  Mountains  umfassen  alle  Formationen  von
der  archäischen  bis  zum  Tertiär;  das  mittlere  Plateau
besteht  aber  vorwiegend  aus  archäischen  Schichten,  besonders ­
  Gneissen.
In  hohem  Masse  charakteristisch  für  Canada  ist  das
System  seiner  Wasserwege.  Mit  Recht  sagt  Dawson  in
seiner  Geographie  von  Canada  und  Newfoundland  :„The
history  of  Canada  is  explicable  only  by  its  waterways.” 2 )
Die  Natur  hat  das  Land  mit  Seen  und  Flüssen  reichlich
gesegnet.  Von  beiden  Seiten  greifen  die  Meeresbuchten ­
  tief  in  das  Innere  ein,  der  St.  Lawrencestrom  und
die  Hudsonsbay  von  Osten,  die  Fjorde  Britisch  Columbias
von  Westen.  Die  regelmässigen  Sommerregen  lassen  überdies ­
  keine  Dürre  aufkommen;  es  ist  ein  Land,  reich  an
Grasebenen  und  besonders  an  Wäldern.
Wenn  es  sich  auch  von  allen  Seiten  zur  Hudsonsbay
senkt,  so  kann  man  doch  vier  gesonderte  Becken  unterscheiden. ­
  Die  Wasserscheiden  sind  aber  so  wenig  markiert, ­
  dass  die  Flusssysteme  oft  ineinander  übergreifen
und  durch  ein  verwickeltes  Netz  von  Seen  und  Wasserrinnen ­
  miteinander  in  Verbindung  stehen.
Das  St.  Lawrencebecken  umfasst  das  grösste  Netz  von
Süsswasserseen  der  Erde.  Der  St.  Lawrencestrom,  der

2 )  Dawson,  Seite  26.