Die  bedeutendsten  Flüsse,  die  in  den  Stillen  Ozean
münden,  sind  der  Skeena,  Fraser  und  Columbia.
Der  Yukon,  der  sich  in  die  Beringstrasse  ergiesst,  ist
der  Hauptfluss  Alaskas;  aber  seine  Quellflüsse  und  ein
Teil  seines  Oberlaufes  gehören  noch  dem  Gebiet  von
Britisch-  Nord  -  Armerika  an.
Die  Schiffahrt  auf  diesem  ungeheuren  Wasserstrassennetz
  ist  nur  möglich  in  den  leichten  Rindencanoes  der
Indianer,  die  man  beim  Passieren  der  Stromschnellen  oder
anderer  Hindernisse  die  der  Schiffahrt  begegnen,  aus
dem  Wasser  lieben  und  über  Land  tragen  kann.  Der
Vorteil  der  ausserordentlich  zahlreichen  und  verwickelten ­
  Wasserkanäle  des  Innern  wird  aber  benachteiligt  durch
die  Rauheit  des  Klimas.
Das  Klima  von  Canada  ist  ein  kontinentales,  kalt  im
Winter,  warm  im  Sommer.  Die  Rauheit  des  Winters,  wird
noch  vergrössert  durch  die  kalte  Strömung,  die  aus  der
Davisstrasse  kommend,  der  Ostseite  des  Landes  entlangstreicht. ­

Die  Westküste  wird  zwar  erwärmt  durch  eine  warme
Meeresströmung;  aber  hier  steigen  unmittelbar  aus  dem
Meere  die  Rocky  Mountains  auf,  die  wie  eine  Mauer  den
Einfluss  des  Meeres  vom  Binnenlande  abhalten.  Doch
reichen  im  westlichen  Teile  des  Kontinents  die  Isothermen ­
  viel  weiter  nach  Norden.  Die  mittlere  Sommertemperatur ­
  ist  bei  Montreal  und  Battleford  etwa  dieselbe
wie  in  Nordspanien  und  der  Lombardei;  aber  die  entsprechenden ­
  Wintertemperaturen  sind  etwa  gleich  der  von
Riga  und  Stockholm.
Der  Frühling  fängt  in  Edmonton  und  Toronto  ungefähr
gleichzeitig  an,obwohl  Edmonton  etwa  io°  nördlicher  liegt.
Die  Flüsse  sind  wegen  des  Eisganges  fast  ein  halbes ­
  Jahr  nicht  schiffbar.  Dawson  stellt  darüber  folgende
Tabelle  auf  : 3 )
s )  Dawson,  Seite  509.