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Im  höchsten  Norden  endlich  breiten  sich  die  Eskimos ­
  von  der  nördlichen  Küste  Labradors  und  der  Hudsonsbay
  über  die  arktischen  Küsten  und  Inseln  aus.  Ihre
Sprache  ist  von  Alaska  bis  Groenland  dieselbe.  Sie  sind
ein  gutes,  friedliebendes  Volk,  stehn  aber  mit  den  südlich ­
  von  ihnen  wohnenden  Indianerstämmen  in  Feindschaft.
Im  Jahre  1534  traten  also  die  östlichen  Iroquois-Huronen
  zum  ersten  Mal  zu  den  Weissen  in  Handelsbeziehungen, ­
  und  seitdem  besuchten  Fischer  und  Pelzhändler
öfter  die  Küsten.  Tiadöussac  am  Saguenay  wurde  der
Hauptort  der  Zusammenkünfte  der  Händler  von  St.  Malo ­
  u  nd  Rouen.
Damit  war  a  ber  noch  nicht  der  Grund  zur  Kolonisierung ­
  des  Landes  gelegt.  Die  Kraft  der  europäischen
Staaten  erschöpfte  sich  zur  selben  Zeit  in  Religionskriegen, ­
  und  erst  mit  dem  Regierungsantritt  Heinrichs  IV.
fing  der  französische  Staat  an,  sich  mehr  für  diese  fernen ­
  Gebiete  zu  interessieren.
1598  erhielt  der  Marquis  de  la  Roche  von  Heinrich  IV.
ein  Patent,  das  ihm  das  Gouvernement  über  die  Länder ­
  „Hochelaga,  Canada,  Terresneuves  und  Labrador  und
den  Fluss  der  grossen  Bai  von  Norrembegne”  zusprach. 1  11 )
Der  Sieur  de  Monts  zu  St.  Malo  arbeitete  einen  Entwurf ­
  zu  einer  Pelzhandelskompagnie  aus  und  gewann  dazu ­
  viele  Kaufleute  aus  St.  Malo,  la  Rochelle,  Havre  und
andern  Seestädten.  Der  Entwurf  wurde  Heinrich  IV.  1603
vorgelegt  und  von  ihm  genehmigt.  Ein  Patent  ernannte
de  Monts  zum  Admiral  und  Generallieutenant  dieses  Gebiets ­
  von  Amerika  und  gab  ihm  das  alleinige  Privileg
des  Pelzhandels  und  Fischfangs.  Er  gründete  1605  die
erste  europäische  Niederlassung,  Port  Royal,  in  Neu-1
  *)  Fitzgerald  »An  Examination«  etc.  S.  36.
Wahrscheinlich  die  Fundybay  und  der  St.  Johnsfluss.  So  scheint  es
nach  dem  Atlas  von  Ortelius.