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In  der  ganzen  Entwickelung  der  Geschichte  des  Hudsonsbay-Projekts
  zeigt  sich  wieder  der  wenig  praktische
Blick  de£  Franzosen  in  Handelsgeschäften  und  die  richtige ­
  Beurteilung  der  Sachlage  von  seiten  der  Engländer.
Im  vorliegenden  Falle  hatte  der  englische  Gesandte
aber  ganz  besonders  klug  gehandelt,  als  er  Groseilliers
dem  Prinzen  Rupert  empfahl.
Wenn  irgend  einer,  so  war  der  Prinz  Rupert  der  geeignete ­
  Mann,  ein  solches  Unternehmen  in  die  richtigen
Bahnen  zu  leiten.
PrinzRuprechtvonderPfalz,  genannt  der  „Cavalier,”der
  dritte  Sohn  des  unglücklichen  FriedrichV.von  der
Pfalz,  des  „Winterkönigs,”  und  der  Elisabeth  Stuart,  einer
Schwester  Karls  I.  von  England,  ist  unzweifelhaft  eine
der  glänzendsten  Erscheinungen  seiner  Zeit.  Eine  tollgeniale ­
  Natur,  ein  Mann  von  seltner,  vielseitiger  Begabung, ­
  hatte  er  für  alles  Interesse,  was  Geist  und  Mut
erforderte.
Seine  Jugenderziehung  hatte  er  in  den  Niederlanden
genossen,  wo  er  in  Leyden  studierte  und  sich  für  das
Kriegshandwerk  vorbereitete.  Im  dreissigjährigen  Kriege
erwarb  er  sich  den  Ruf  eines  verwegenen  Reiterführers.
Sein  Ruhm  wuchs,  als  er  1641,  auf  Drängen,  seines
Oheims  Karl  I.,  nach  England  reiste.  Schon  1635  hatte
er  den  englischen  Hof  besucht  und  sich  dort  rasch  alle
Herzen  gewonnen.  Oxford  hatte  ihn  damals  zum  „master
of  arts”  promoviert.  In  dem  Bürgerkriege  in  England  erntete ­
  er  neue  Lorbeern  und  fand  erst  an  dem  unbesiegbaren ­
  Cromwell  seinen  Meister.  1645  musste  er  die  Stadt
Bristol  übergeben  —  „I  have  no  stomach  for  sieges”
soll  er  d  amals  geäussert  haben. 45 )  Das  konnte  ihm  der
König  nicht  verzeihen,  es  kam  zu  einem  Zerwürfnisse
zwischen  ihm  und  seinem  Neffen.  Prinz  Ruprecht  reis-16

 )  Willson  I  S.  27,