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476/77)  seiner  Histoire  de  la  Nouvelle  France  von  der
englischen  Besitzergreifung  der  Bai  sagt:  „mais  on  regarda
  en  France  et  en  Canada  ces  entreprises  comme  des
usurpations.”
Aber  solange  der  Beweis  nicht  erbracht  ist,  dass  die
Hudsonsbay  von  den  Franzosen  offiziell  mit  Beschlag  belegt ­
  und  die  Ceremonie  der  Besitznahme  ausgeführt  war,
kann  man  das  strittige  Land  noch  nicht  als  französisches
Eigentum  ansehen,  denn  die  Behauptungen,  dass  der  Sieur
Bourdon  1656  zur  See  die  Bai  befahren  habe, 19 )  um  sie
für  Frankreich  in  Besitz  zu  nehmen,  und  noch  früher
La  Couture  und  Dablon 20 )  zu  Lande,  beruhen  auf  sagenhaften ­
  Nachrichten,  die  nirgends  eine  genügende  Bestätigung ­
  finden.  Wahrscheinlich  ist,  dass  vor  1670  ein
Franzose  die  Bai  noch  nicht  gesehen  hat. 21 )
Jedenfalls  betrachteten  die  Franzosen  aber  diese  Gebiete ­
  als  ihr  Eigentum,  und  neben  Handelserwägungen  mussten ­
  politische  und  strategische  Gründe  ihnen  sagen,  dass
sie  diese  englische  Besitzergreifung  nicht  zulassen  dürften. ­

Eine  Deputation  von  Wilden 22 )  aus  der  Gegend  des
Saguenay,  die,  wie  es  in  der  „Histoire  des  voyages”  heisst,
„venoient  djemander  des  Missionaires,”  bot  willkommenen ­
  Anlass,  den  Jesuitenpater  Albanei  mit  zwei  Begleitern ­
  abzusenden.  Er  sollte  den  Saguenay  aufwärts  fahren ­
  und  versuchen,  die  Bai  auf  dem  Landwege  zu  erreichen. ­

Im  August  1671  reiste  die  Expedition  von  Quebec  ab,
überwinterte  am  Lake  St.  John,  und  fuhr  im  Frühjahr
1672  den  Ashuapmoushuan  aufwärts  zum  Lake  Mistas-19
 )  Hist,  des  voyages,  XIV,638.
so )  Charlevoix  III  39/40.
21 )  Siehe  darüber  auch  Nederkorn  (D,  Geogr.  Bl.  Bd.  XXV.  Heft  2
S.  118.)
3S )  So  berichtet  wenigstens  die  Histoire  des  Voyages  XIV,  641