—  51  —

der  ganzen  Ladung  von  den  Franzosen  weggenommen
wurde,  ohne  dass  Jakob  II.  es  wagte,  sich  darüber  zu
beschweren,  liess  sich  der  Kampfeseifer  der  Canadier  nicht
mehr  zügeln.
Ein  alter  Soldat,  der  Kapitän  Chevalier  de  Troyes,  trat
vor  den  Marquis  de  Denoville  und  bat  um  Vollmacht,
die  Engländer  von  der  Bai  zu  jagen.  —  Sie  wurde  ihm
gewährt.  i T '
Der  alte  Haudegen  kannte  seine  Leute.  Er  suchte  sich
80  verwegene  Burschen  aus  und  wählte  sich  zu  Leunants
  die  drei  Söhne  eines  Edelmanns  Charles  Le  Moine.
Der  älteste,  ein  Sieur  d’  Iberville,  begann  mit  diesem
Zuge  seine  kriegerische  Laufbahn,  die  ihn  noch  zu  rühmlichen ­
  Kämpfen  und  hohe  Ehren  führen  sollte.  Trotz
seiner  25  Jahre  spielt  er  auch  schon  bei  diesem  Kampfe ­
  die  Hauptrolle.
Im  April  1686  zog  das  kleine  Heer  den  Ottawa  aufwärts.
Vom  Lake  Temiscamingue  gings  durch  mehrere  Portagen
nordwärts  zum  Abitibbilake  und  von  hier  den  gleichnamigen ­
  Fluss  hinab  bis  zur  Jamesbai.
Das  nächstliegende  Fort  war  Moose  -  Factory.  Bei  Nacht
schlich  man  sich  heran  und  überrumpelte  die  ahnungslose ­
  Besatzung.  Den  einzigen  wachsamen  Posten  machte
Iberville  nieder.  Bei  der  Eroberung  des  Forts  wurden
12  Kanonen  erbeutet.
Da  man  erfuhr,  dass  am  Tage  vorher  ein  Boot  von
Moose  -  Factory  nach  Ruperts  Fort  gesegelt  sei,  so  setzte
Iberville  mit  9  Mann  in  zwei  Canoes  ihm  nach.  Das
Boot  wurde  eingeholt  und  mit  dem  Gouverneur  Bridgar
genommen.  Dann  brach  der  kecke  Offizier  nach  Fort
Rupert  auf  und  nahm  es  ein,  da  es  fast  ohne  Verteidiger
war.  Sein  Bruder,  St.  Helene,  hatte  unterdessen  ein  Schiff
der  Company  weggenommen.  Er  vereinigte  sich  mit  Iber-