—  71  —
Handel  und  zogen  das  Facit:  die  erste  Bedingung  zur
Hebung  des  Pelzhandels  sei,  der  Company  ihren  Charter ­
  zu  nehmen.
Das  Parlament  sah  sich  schliesslich  genötigt,  die  Sache
ernster  zu  untersuchen  und  beschloss,  ein  „Committee  of
Inquiry”  zu  wählen,  welches  das  Tun  und  Treiben  der
Company  genau  untersuchen  und  über  ihre  angemassten
Rechte  ein  Gutachten  abgeben  sollte.
Im  April  1749  wurde  die  Sache  vor  dem  Parlament
verhandelt.
Der  Versuch  der  Gegner,  den  Charter  so  auszulegen,
dass  die  Hauptpflicht  der  Company  die  Aufsuchung  der
Nordwestpassage  sei,  weil  die  darauf  bezügliche  Bestimmung ­
  an  der  Spitze  des  Charter  stehe  —  misslang,  da
es  ja  doch  in  der  Sache  selbst  lag,  dass  der  Sinn  ein
ganz  anderer  sei.
Es  wurden  nun  über  die  Existenz  und  den  Nutzen  der
Nodwestpassage  und  den  Betrieb  des  Handels  an  der
Bai  viele  Gutachten  abgegebn.  Das  schliessliche  Ergebnis
war  die  Entscheidung  des  „Committee  of  Inquiry”:  der
Charter  sei  unangreifbar.
Die  Lords  of  Trade  and  Plantations  verlangten  nun
genauere  Angaben  der  Grenzen  von  Rupertsland.
Die  Company  antwortete  sogleich:  Soweit  Land  vorhanden ­
  sei,  erstrecke  sich  die  Grenze  nach  Norden,  Osten
und  Westen,  die  Südgrenze  sei  aber  noch  nie  genau
festgelegt  worden.
Damit  gab  man  sich  zufrieden.  —  Die  Company  hatte
über  ihre  Gegner  triumphiert.
Zum  zweitenmal  parierte  sie  einen  Schachzug  ihrer  Feinde, ­
  als  1752  ein  Gesuch  einiger  Kaufleute  bei  den  Lords
of  Trade  and  Plantations  einlief:  Die  Kaufleute  wünschten
Land  an  der  Ostküste  von  Labrador  zu  erhalten,  —
wahrscheinlich  für  Niederlassungen  zur  Betreibung  des
Fischfangs.