durfte,  die  Schiffe,  die  man  nur  einmal  im  Jahre  sah,
die  oft  barbarische  Strenge  im  Dienst,  endlich  der  plötzliche ­
  Tod  des  Kapitän  Coats  —  das  waren  alles  Momente ­
  die  zu  vielen  bösen  Gerüchten  Anlass  gaben.
„Shoking  narratives”  über  Vorkommnisse  in  der  Bai
gingen  bald  von  Mund  zu  Mund,  und  schliesslich  wurden
ihre  eignen  Seeleute  von  der  Missstimmung  ergriffen.
Als  im  Jahre  1768  ihre  Schiffe  in  der  Themse  lagen,
erzwang  sich  eine  Anzahl  Meuterer  den  Eintritt,  verübte ­
  Excesse  an  Bord  und  forderte  eine  Steigerung  des
Soldes  auf  40  S.  pro  Monat.  Durch  Eingreifen  der  Regierung ­
  und  Nachgiebigkeit  von  seiten  der  Company  wurde ­
  der  Streik  wieder  beigelegt,  aber  noch  immer  hatte
sie  mit  dem  „clandestine  trade”  zu  kämpfen.
Ein  Kapitän  Horner  musste  aus  dem  Dienst  entlassen
werden,  da  mit  seiner  Kenntnis  Unterschlagungen  gemacht
worden  waren.
Die  Aktionäre  wussten  wohl,  dass  das  einzige  Mittel
gegen  das  Uebel  war,  den  ausübenden  Händlern  in  Amerika ­
  auch  einen  Anteil  am  Handel  zu  gönnen,  aber  dazu ­
  konnten  sie  sich  in  ihrer  egoitischen  Krämerpolitik
nicht  entschliessen.  Immerhin  machten  sie  einen  Anfang
mit  der  Reform,  denn  nach  längeren  Beratungen  wurde
endlich  festgesetzt,  den  Chieffaktors  und  Kapitänen  ihr
Gehalt  auf  130  Pf.  pro  Jahr  zu  erhöhen  und  ihnen  zugleich
eine  Gratifikation  für  jeden  Ballen  Felle,  den  sie  unverletzt ­
  nach  London  gelangen  Hessen,  zuzusagen.
Um  weitern  Verlusten  durch  Unglücksfälle  oder  Meutereien ­
  vorzubeugen,  versicherte  die  Company  ihre  drei
Schiffe  zu  2000  Pf.  und  die  Ladung  in  den  Magazinen,
zu  3  000  Pf.
Diese  Beschlüsse  hatten,  so  ungenügend  sie  auch  waren,
vorläufig  eine  ganz  gute  Wirkung  auf  den  Fortgang  des
Handels.