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1800  begannen  schon  ernstere  Feindseligkeiten,  als  ein
junger  Nordwester,  der  in  den  Dienst  der  Hudsonsbay-Company
  treten  wollte,  von  einem  andern  Nordwester
ermordet  wurde.
In  dem  nun  beginnenden  Kampfe  der  beiden  Rivalen
hatte  die  Hudsonsbay  -  Company  einen  Vorzug:  auf
ihrer  Seite  war  das  Recht,  wenigstens  zum  grossem  Teile. ­
  Auch  durch  ihr  Benehmen  zeigte  sie  unzweifelhaft,
dass  sie,  was  Führung  des  Geschäftes  und  der  Leute
anbelangte,  unbedingt  den  Vorzug  verdiente.
So  beobachteten  die  Nordwester  z.  B.  keine  Schonzeit, ­
  es  wurde  erlegt,  was  vor  das  Rohr  lief,  ohne  Rücksicht ­
  auf  die  Jahreszeit  und  das  Alter  der  Tiere.  Dadurch
entstand  natürlich  bald  die  Gefahr,  einzelne  Tierarten
möchten  aussterben.  Dagegen  beobachtete  die  Hudsonsbay-Company
  nach  Möglichkeit  die  Regel,  nur  im  Winter ­
  zu  jagen,  schon  aus  dem  Grunde,  weil  dann  die  Felle
eine  bessere  Oualität  hatten.
Die  Mannschaft  der  Nordwester  war  bunt  zusammengewürfelt ­
  aus  allen  möglichen  zweifelhaften  Existenzen;
einige  ihrer  Oberhändler  waren  die  reinsten  Banditen,
wie  sich  später  zeigen  wird.
Die  Art,  wie  die  gegenseitige  Uebervorteilung  getrieben ­
  wurde,  wird  verschieden  geschildert. 52  53 )
Willson  erzählt  unter  anderm:  Im  Herbst  1806  befand
sich  ein  gewisser  John  Crear  (von  der  Hudsonsbay-Company)
  bei  Big-Fall  am  Winnipeg-Lake.  Sein  Haus  wurde
52 )  Ballantyne  sucht  (in  seinem  Buche  „Hudsonsbay“  —  S:  94  ff.)
die  Ereignisse  etwas  ins  Harmlose,  fast  Humoristische  zu  ziehen  ;  das
ist  aber  auf  jeden  Fall  verfehlt.
Beckles  Willson  (Buch  II,  106  ff.)  ist  der  Hudsonsbav-Company  etwas
freundlich  gesinnt  und  sucht  ihre  Fehler  zu  vertuschen,  da  er  aber
für  seine  Berichte  Bestätigungen  bringt  und  die  Nordwester  sich  naturgemäss
  weniger  um  Recht  und  Gerechtigkeit  kümmerten,  als  ihre
Gegner,  so  dürfte  es  verfehlt  sein,  seine  Geschichte  an  dieser  Stelle
als  einseitig  gefärbt  anzusehen,  und  man  kann  ihm  hier  wohl  im
grossen  und  ganzen  Glauben  schenken.