-  95  —
den  hohem  Lohn,  den  er  zahlte,  erwarb  er  sich  tüchtige ­
  und  zuverlässige  Leute,  u.  a.  einen  tatkräftigen  Mann,
der  mit  den  Verhältnissen  des  Landes  wohl  vertraut  war:
Colin  Robertson.  Ihm  übergab  er  die  Verwaltung  des
Pelzhandelsgeschäftes.
Robertson  beschloss,  zunächst  die  Gebiete  westlich  vom
Athabascariver  zu  besuchen,  wohin  bisher  noch  kein  Mann
der  Hudsonsbay-Company  vorgedrungen  war.  Er  hatte
auf  seiner  ersten  Reise,  grossen  Erfolg,  da  er  aussergewöhnlich
  gut  bezahlte  Das  war  der  Anfang  eines  neuen ­
  Aufschwungs  im  Handel  der  Hudsonsbay-Company.
Aber  ihre  Gegner  waren  auch  nicht  lässig  geblieben.
Sie  hatten  in  jener  Zeit  ihre  Posten  schon  über  den.
grössten  Teil  der  pacifischen  Küsten  ausgedehnt,  von  Kalifornien ­
  bis  Neu-Archangel,  wo  die  Russen  sich  etabliert ­
  hatten.  Hier  waren  über  300  Canadier  im  Dienste
der  North-West-Company  tätig,  und  drei  oder  vier  Schiffe
fuhren  alljährlich  über  Kap  Horn  nach  London.
1810  verkaufte  ihr  John  Jakob  Astor,  seiner  Zeit  einer
der  reichsten  Männer  der  Welt,  seine  Besitzungen,  u.a.
Astoria,  das  spätere  Fort  George  (jetzt  wieder  Astoria).
Astor  war  ein  Deutscher,  in  der  Pfalz  geboren,  .1783
nach  Amerika  ausgewandert.  Mit  konsequenter  Energie
und  genialen  Spekulationen  hatte  er  durch  den  Pelzhandel
sich  immense  Reichtümer  erworben.  Er  ging  mit  dem
Plane  um,  von  St.  Louis  aus  den  Missouri  aufwärts  bis
zum  Columbia  Handelsposten  zu  erbauen,  hier  eine  Kolonie ­
  zu  gründen  und  eine  geregelte  Schiffsverbindung
von  dort  über.Kap-Horn  nach  Europa  zu  unterhalten.
Infolge  des  Krieges  der  Briten  mit  Amerika  sah  er
sein  Unternehmen  gefährdet  und  verkaufte  seine  Besitzungen ­
  an  die  North-West-Company.
Dieser  Krieg  wirkte  auch  noch  anderweitig  auf  die
North-West-Company  ein.