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gen  wurde:  Robert  Semple.  Dann  reiste  er  selber  nach
Canada,  um  für  den  Fortgang  des  Werkes  tätig  zu  sein.
In  Montreal  erfuhr  er  die  ganze  Sachlage.  Sofort  schickte ­
  er  einen  Boten  zum  Redriver,  der  seine  baldige  Hülfe ­
  melden  sollte.  Indianer,  im  Dienste  der  Nordwester,
fingen  aber  den  Mann  ab  und  plünderten  ihn  aus.  Die
Bitte  um  militärische  Unterstützung,  die  Selkirk  an  den
Gouverneur  von  Canada  richtete,  wurde  rundweg  abgeschlagen. ­

Der  Graf  war  aber  ein  Mann  von  nicht  gewöhnlicher
Energie  und  trotz  seines  idealen  Strebens  sehr  praktisch
veranlagt.  —  Zu  jener  Zeit  waren  noch  einzelne  britische
Regimenter  vom  letzten  Kriege  her  in  Canada  stationiert.
Der  Graf  besuchte  ihre  Offiziere,  besah  sich  die  Mannschaften, ­
  und  es  gelang  ihm,  über  ioo  Mann  und  vier
Offiziere  zu  gewinnen,  mit  ihm  zum  Redriver  aufzubrechen.
Dort  sollte  ihnen  ausser  dem  Solde  Land  angewiesen
werden,  wenn  sie  behülflich  wären,  die  Kolonie  wieder
neu  zu  gründen.  Sollten  sie  nicht  dort  bleiben  wollen,
so  war  ihnen  frei  gestellt,  nach  Erreichung  des  Zweckes,
über  York-Factory  auf  einem  der  Schiffe  der  Company
nach  Europa  zurückzukehren.
Mit  dieser  Streitmacht  brach  Graf  Douglas  im  Spätsommer ­
  1816  auf.
Inzwischen  war  am  Red-River  viel  geschehen,  das  ein
schleuniges  Eingreifen  nötig  machte.
Mit  den  neu  angekommenen  Emigranten  waren  auch
die  vertriebenen  zurückgekehrt,  und  unter  Semples  und
Colin  Robertsons  energischer  Leitung  wurde  die  Kolonisation ­
  wieder  in  Angriff  genommen.
Aber  ganz  in  der  Nähe  von  Douglas  lag  das  Fort
Gibraltar,  der  Hauptstützpunkt  der  Nordwester  unter  Cameron.
  Hier  wurden  neue  Pläne  geschmiedet,  zur  Zerstörung ­
  der  Kolonie.  Zugleich  waren  die  Indianer  durch