99  —

die  Raub-  und  Plünderungszüge  der  Weissen  in  Aufruhr
gebracht,  und  es  war  eine  allgemeine  Unsicherheit  im
Lande.
Nur  ein  energischer  Streich,  um  ein  Exempel  zu  statuieren, ­
  konnte  den  Ansiedlern  vor  den  Nordwestern  Achtung ­
  verschaffen  und  ihnen  somit  eine  Gewähr  des  Friedens ­
  geben.
Robertson  zögerte  nicht,  sobald  die  Gelegenheit  sich
bot,  diesen  Streich  zu  führen.
Es  gelang  ihm,  Fort  Gibraltar  zu  überrumpeln  und
ohne  Blutvergiessen  einzunehmen.  Cameron  wurde  dabei
gefangen,  aber  auf  das  Versprechen  hin,  sich  weiter  ruhig
verhalten  zu  wollen,  wieder  freigelassen.
Darauf  trat  denn  auch  eine  gewisse  Ruhe  in  der  Umgegend ­
  ein,  und  Semple  begab  sich  nach  dem  Westen,
Robertson  auf  Fort  Douglas  zurücklassend.
Bald  zeigte  es  sich  aber,  dass  wieder  neues  im  Werke
sei:  Robertson  erhielt  dunkle  Nachrichten,  dass  Cameron
^inen  Ueberfall  vorbereite.  Er  beschloss  sofort,  dem  zuvorzukommen, ­
  nahm  den  Nordwester  von  neuem  gefangen ­
  und  liess  ihn  über  York-Factory  nach  England  bringen. ­

Gibraltar  wurde  besetzt.  Dann  wandte  er  sich  südlich
und  nahm  die  Posten  der  Nordwester  am  Redriver  bis
Pembina  weg.  Es  gelang  ihm  indessen  nicht,  auch  den
Westen  zu  säubern,  denn  Fort  Qu’appelle  wurde  mit  genügenden ­
  Streitkräften  erfolgreich  verteidigt.  Das  Misslingen ­
  dieses  Angriffs  wurde  verderblich.
Der  Kommandant  von  Qu’appelle,  Mac  Donnel,  (der
Name  kehrt  auf  beiden  Seiten  öfters  wieder)  blieb  nach
seinem  erfolgreichen  Widerstand  gegen  Robertson  nicht
untätig.  Er  fing  einen  grossen  Convoi  der  Hudsonsbay-Company
  mit  allen  Fellen  und  Vorräten  ab  und  nahm  die
zwei  Führer  gefangen.  Dann  rüstete  er  ein  Heer  von