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Die  Nachricht  davon  erreichte  aber  den  Grafen  Selkirk
  nicht  mehr.  Die  ausgestandenen  Strapazen  und  die
Erregung  über  die  erfahrenen  Ungerechtigkeiten  hatten
seinen  Körper,  der  solchen  Anstrengungen  nicht  gewachsen ­
  war,  tödlich  angegriffen.  Er  starb  in  Südfrankreich,
wo  er  Heilung  suchte,  im  Jahre  1820.
Er  war  ein  vortrefflicher  Mann,  von  hoher  edler  Gesinnung; ­
  aber  zu  zart  für  dieses  wilde  und  rauhe  Land,
das  Männer  von  chirnem  Körper  und  eisernen  Nerven
erforderte.
Ihm  vor  allem  verdankt  die  Hudsonsbay-Company,  dass
sie  ihrer  Rivalin  weiter  Widerstand  leisten  konnte,  dass
sie  innerlich  gekräftigt  wurde  und  dass  durch  Männer
wie  Robertson  und  Semple  ein  neuer  Geist  in  ihre  Leute ­
  zog,  der  sie  ihren  Gegnern  gewachsen  machte.
Die  Niederlagen  einer  der  beiden  Parteien  war  jetzt
nicht  mehr  vorauszusehen,  wohl  aber  der  Ruin  des  Handels ­
  und  die  immer  weiter  um  sich  greifende  Demoralisation ­
  der  Indianer.  Daher  machte  sich  nun  allgemein
eine  Sehnsucht  nach  Frieden  geltend,  der  aber  jetzt  nur
noch  durch  einen  Vergleich,  einen  Kompromiss,  zu  erlangen ­
  war.
Der  erste  Anstoss  dazu  ging  vom  Lager  der  Nordwester
aus.  Einer  ihrer  besten  Agenten,  Edward  Ellice,  ein  vortrefflicher ­
  Parlamentarier  und  Kaufmann,  brachte  es  zustande, ­
  die  Einigung  in  die  richtigen  Wege  zu  leiten.
Er  und  die  Gebrüder  Mac  Gillivray  unterhandelten  täglich ­
  in  London  mit  den  dortigen  Häuptern  der  Hudsonsbay-Company, ­
  während  in  Fort  William  eregte  Debatten ­
  stattfanden,  ohne  dass  man  sich  einigte.  Als  im  Herbst
1821  eine  Delegation  von  Fort  William  in  London  eintraf, ­
  stand  sie  vor  der  erledigten  Tatsache:  Die  Einigung
war  zustande  gebracht.