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Abei  nicht  ohne  blutige  Kämpfe  sollte  der  Umschwung
eintreten:  Einer  Unzufriedenheit  ihrer  „Winterers”  hatte
die  Company  zwar  schon  1863  vorgebeugt;  diese  glaubten
sich  darals  verraten  und  beim  Auskauf  der  Rechte  der
Gesellschaft  übervorteilt,  da  man  um  ihren  Rat  sich  nicht
bemüht  hatte.  Um  sie  zu  beruhigen,  hatte  man  die  Deed-Poll
  bis  1871  in  voller  Kraft  gelassen.  Von  dem  Gelde,  das
nun  die  Company  für  ihr  Land  erhielt,  wurden  107  000
Pf.  angewandt,  um  die  Winterers  für  ihre  Ansprüche  zu
bezahlen.
Aber  auch  die  Halfbreeds,  die  nicht  wussten,  um  was
es  sich  handelte,  und  auch  weder  von  der  Company  noch
von  der  canadischen  Regierung  darüber  aufgeklärt  wurden, ­
  waren  schon  lange  der  fruchtlosen  Verhandlungen
müde  und  leisteten  nun,  nachdem 1  sie  sich  zu  einer  Truppe ­
  organisiert  hatten,  unter  Anführung  von  Louis  Riel,
dem  Beschlossenen  bewaffneten  Widerstand.
Sie  nahmen  Fort'  Garry  ein,  und  Louis  Riel  erliess
von  da  aus  Proklamationen,  berief  eine  Versammlung  und
fertigte  eine  „Bill  of  Rights”  aus.  Das  bewaffnete  Eingreifen ­
  Colonel  Wolseleys  war  nötig,  um  die  Ordnung
wiederherzustellen.  Im  März  1885  brach  aber  der  Aufstand ­
  noch  einmal  aus,  diesmal  gefährlicher,  denn  auch
einige  Indianerstämme  schlossen  sich  an,  und  es  kam
zu  verschiedenen  für  die  Regierungstruppen  verlustreichen
Gefechten.  Aber  Louis  Riel  wurde  schliesslich  nach  einem
verlornen  Gefecht  gefangen  und  gehenkt.  Damit  hatte
die  Rebellion  ein  Ende.
Canada  ist  seitdem  in  friedlicher  Entwicklung  stetig
fortgeschritten,  1886  wurde  die  grosse  Eisenbahn  vollendet, ­
  und  am  28.  Juni  fuhr  der  erste  Zug  von  Montreal
nach  Vancouver.
Nun  ging  es  mit  der  Kolonisation  schnell  vorwärts,
Städte  wuchsen  aus  dem  Boden,  wo  vor  wenigen  Jahren